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Unterhalt

12. September 2017 um 14:38

Stimmt es, dass es ein neues Gesetz gibt, dass der Ehefrau bei Trennung überhaupt kein Unterhalt mehr zusteht. Sie muss arbeiten gehen und muss sich einen Job suchen.

Klar kann man es verstehen, denn es gibt auch bestimmt viele faule Ehefrauen, die sich dann kräftig ausbezahlen lassen. Aber was ist mit den Ehefrauen, die für Familie, Kinder, Ehemann sowie z.B. Pflegefällen und kranken Menschen in der Familie (auch des Ehemannes) ihren Job aufgegeben haben und jetzt völlig aus dem Berufsleben draußen sind und auch schwer vermittelbar sind. Zwar ständig was suchen und alles tun, um einen Job zu finden. Es wird aber nichts.

Also würde nach dem neuen Gesetz der Ehefrau kein Unterhalt zu stehen. Nur Kinderunterhalt?

Auf der anderen Seite ist es so, dass das Vermögen bzw. der Zugewinn ja trotzdem in einen Topf fließt. Also, wenn die Ehefrau z.B. in der Ehe Zinserträge hatte oder z.B. Wertsteigerung bei Sachwerten oder vielleicht eine kleine Erbschaft, so muss sie das mit dem Ehemann bei Trennung teilen. Und das Vermögen wird auch als Streitwert fürs Gericht und Anwaltskosten berechnet?

Das heißt ja mit anderen Worten, wenn eine Ehefrau keinen Job findet, kann sie sich eigentlich erst trennen, wenn sie einen Job mit entsprechendem Einkommen hat, wo sie selbst für sich sorgen kann. Im anderen Fall bleibt sie aus finanziellen Gründen wohl eher in einer Scheinehe.

Und da es ja auch bei Trennung nicht mehr die Schuldfrage stellt, hat die Frau die ganz große A-Karte, wenn der Mann z.B. Fremdgegangen ist oder sogar mit der neuen Frau ein neues Leben anfangen will.
Die Ehefrau, die ihr berufliches Leben für den Ehemann, usw. aufgegeben hat, steht dann echt blöd da.
Sie kann ja dann nicht mehr mit ihm zusammenbleiben.
Und wenn sie keinen Job hat, landet sie dann auf der Straße.

Ganz tolle Gesetze sind das. Eigentlich darf man niemals aus Gutmütigkeit seinen Job aufgeben, damit man die familiären Dienstleistungen erledigen kann - Kinder betreuen, Ehemann den Rücken freihalten, Pflegefälle umsorgen, kranke Verwandte herumfahren, usw.  Dann muss für solche Dinge eine andere Lösung her, wenn die Ehefrau dann beim Scheitern einer solchen Ehe die A-Karte zieht.
Dann kümmert man sich in der Familie um niemand mehr - nur noch um die eigene Karriere.

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