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Unterstützung von Amt / Mutterschutz

10. Mai 2016 um 20:17

Hallo Miteinander! Mein erster Beitrag in diesem Forum. Und ich hoffe dass ich die richtige Kategorie erwischt habe.

Zu unserer Situation. Meine Freundin besucht derzeit einen Integrationskurs an einer Volkshochschule. Wir beziehen keine Hilfe vom Staat oder ähnliches. Auch bezahlen wir den Integrationskurs sowie die Krankenversicherung selber. Soweit so gut da ich für alles aufkomme. Was auch kein Problem ist. Wir sind nicht verheiratet. Sie hat polnische, ich die deutsche Staatsangehörigkeit.

Meine Freundin wird am 7. Juli Ihren Integrationskurs (hoffentlich ) erfolgreich abschließen. Sie war aber auch schon länger auf der Suche nach einer Stelle. Jetzt hat es sich auch so ergeben dass Sie eine Teilzeitstellte (30 Stunden/Woche) als Barkellnerin gefunden hat. Ich müsste somit auch keine Krankenversicherung mehr für Sie bezahlen da Sie ab sofort über den Job versichert ist. Ihr erster Arbeitstag ist morgen. Arbeitsvertrag ist auch schon unterschrieben.

Und wie es natürlich auch so kommt, haben wir heute erfahren dass Sie schwanger ist. In der 6ten Woche.

Jetzt zu meiner Fragestellung. Sie wird versuchen den Job so lange wie möglich zu machen. Was würde jetzt passieren wenn Sie z.B. nach kurzer Zeit sagt: "Der Job ist zu schwer, ich möchte aus Sorge um das Kind z.B. keine Kisten schleppen müssen, etc." Laut unserem Arzt soll Sie dies auch versuchen bis es nicht geht oder Sie sich schlecht dabei fühlt.

Sie hat ja jetzt schon quasi das Recht auf Mutterschutz. Bekäme Sie ab dem Moment, wo Sie aufhört zu arbeiten Ihren Lohn weiter ausgezahlt. Oder müsste Sie erst ein bestimmt Zeit arbeiten oder sogar aus der Probezeit sein? Wird ihre Krankenversicherung dann weitergezahlt? Oder kann Ihr der Vorgesetzte auch eine andere, zumutbare Tätigkeit anbieten oder sogar fordern damit Sie noch nicht in Mutterschutz geht.

Nur damit wir uns recht verstehen. Es geht nicht darum Geld abzuzocken. Sie möchte solange wie möglich arbeiten. Wir möchten aber Gewissheit haben da dies eine vollkommen neue Situation für uns ist.

Sorry für den langen Text! Aber schon mal vorab danke für eure Hilfe.

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10. Mai 2016 um 20:27

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Ihr Vertrag ist übrigens auf 1 Jahr befristet. Falls dies eine Rolle spielt.

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11. Mai 2016 um 6:51
In Antwort auf kenny_11949044

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Ihr Vertrag ist übrigens auf 1 Jahr befristet. Falls dies eine Rolle spielt.

Mutterschutzgesetz
geh mal www.bmfsfj.de, dort kannst Du Dir das Mutterschutzgesetz anschauen. Zunächst, nein sie kann nicht gekündigt werden. Sie kann aber auch nicht "einfach so" aufhören zu arbeiten. Also kann Sie schon, wenn sie kündigt, aber davon gehe ich mal nicht aus. Je nach schwere oder Risiko kann ein Arzt oder der AG eine Berufsverbot aussprechen. Aber auch hier wird weiter der Lohn gezahlt.
Die Befristung spielt keine Rolle bzw. bleibt bestehen. Soviel in Kürze, lies erstmal rein, vlt. kommen dann andere Fragen.

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11. Mai 2016 um 18:20

Mutterschutzgesetz
Es ist natürlich dem Arbeitgeber gegenüber äußerst unfair einen Job anzunehmen den man schwanger nicht ausüben kann, und dann am ersten Tag auf Mutterschutz zu bestehen. Das hat den Anschein von Rechtsmißbrauch.

Deine Freundin darf nicht arbeiten wo geraucht wird, ab dem 5 Monat nicht mehr länger als 20 Uhr, und ansonsten sollte sie nicht allzu schwer heben. Bis zum Ende 4. Monat darf sie auch nur bis 22 Uhr arbeiten.

Der Mutterschutz steht ihr aber erst dann zu, wenn sie die Schwangerschaft dem Arbeitgeber bekannt gibt.

Ja, sie muss einen Ersatzarbeitsplatz annehmen, wenn der AG ihr einen anbieten kann.

Auch wenn du sagst, es geht nicht um Geld abzuzocken, worum geht es dann? Sie kann dem Arbeitgeber Bescheid sagen, sich entschuldigen und einen Job suchen den man auch schwanger ausüben kann. Das wäre doch fairer.

Wenn sie ihre Rechte einfordern möchte, kann das bedeuten, dass sie u.U. vor das Arbeitsgericht gehen muss. Je nachdem wie die Reaktion des Arbeitgebers ist.

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11. Mai 2016 um 18:21
In Antwort auf flyingkat

Mutterschutzgesetz
geh mal www.bmfsfj.de, dort kannst Du Dir das Mutterschutzgesetz anschauen. Zunächst, nein sie kann nicht gekündigt werden. Sie kann aber auch nicht "einfach so" aufhören zu arbeiten. Also kann Sie schon, wenn sie kündigt, aber davon gehe ich mal nicht aus. Je nach schwere oder Risiko kann ein Arzt oder der AG eine Berufsverbot aussprechen. Aber auch hier wird weiter der Lohn gezahlt.
Die Befristung spielt keine Rolle bzw. bleibt bestehen. Soviel in Kürze, lies erstmal rein, vlt. kommen dann andere Fragen.

Stimmt so nicht.
Wegen der Arbeit in Bar hat der Arzt keine Veranlassung ein BV auszusprechen, das kann die Behörde klären. Außerdem heißt es nicht Berufsverbot.

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11. Mai 2016 um 19:16
In Antwort auf petrabaur

Stimmt so nicht.
Wegen der Arbeit in Bar hat der Arzt keine Veranlassung ein BV auszusprechen, das kann die Behörde klären. Außerdem heißt es nicht Berufsverbot.

Auweja
Dann heisst es halt Beschäftigungsverbot *DRAMA* es heißt auch nicht BV. Was genau ist falsch? Bestimmt nicht das mutterschutzgesetz zu lesen. Woher weißt du, dass es nur eine "Arbeit in Bar" ist?

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11. Mai 2016 um 20:16
In Antwort auf flyingkat

Auweja
Dann heisst es halt Beschäftigungsverbot *DRAMA* es heißt auch nicht BV. Was genau ist falsch? Bestimmt nicht das mutterschutzgesetz zu lesen. Woher weißt du, dass es nur eine "Arbeit in Bar" ist?

Es heißt
Beschäftigungsverbot. Und das gibts nicht vom Arzt, wenn die Frau keine medizinischen Probleme hat. Der Arzt ist nicht dazu da, die Arbeitsbedingungen zu beurteilen.

Und daran sehe ich, dass du wenig Kenntnis darüber hast.

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12. Mai 2016 um 6:57
In Antwort auf petrabaur

Es heißt
Beschäftigungsverbot. Und das gibts nicht vom Arzt, wenn die Frau keine medizinischen Probleme hat. Der Arzt ist nicht dazu da, die Arbeitsbedingungen zu beurteilen.

Und daran sehe ich, dass du wenig Kenntnis darüber hast.

Aha
Wo schrieb wer, dass die Frau keine medizinischen Probleme hat oder bekommt? Ich sprach darüber, was es geben KÖNNTE und genau DAS wird ein Arzt diagnostizieren (schon mal was vom individuellen Beschäftigungsverbot gehört?). Das zeigt mir, dass DU wenig Kenntnis darüber hast und anscheinend auch nicht lesen kannst. Und wie ich oben sehe, möchtest Du auch nicht helfen, sondern maßregeln, wie man es sich erlauben könnte schwanger zu werden, wenn man gerade angestellt wurde. Wie sinnig. Wenn alle von sich aus FAIR wären, bräuchte es keine Gesetze. in den meisten Fällen sind AG nicht fair, zum Beispiel bei den gezahlten Löhnen, die sind für Frauen geringer, als für Männer, insofern ist DAS eine Sozialversicherung aller Frauen für Schwangerschaften.

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12. Mai 2016 um 12:18
In Antwort auf flyingkat

Aha
Wo schrieb wer, dass die Frau keine medizinischen Probleme hat oder bekommt? Ich sprach darüber, was es geben KÖNNTE und genau DAS wird ein Arzt diagnostizieren (schon mal was vom individuellen Beschäftigungsverbot gehört?). Das zeigt mir, dass DU wenig Kenntnis darüber hast und anscheinend auch nicht lesen kannst. Und wie ich oben sehe, möchtest Du auch nicht helfen, sondern maßregeln, wie man es sich erlauben könnte schwanger zu werden, wenn man gerade angestellt wurde. Wie sinnig. Wenn alle von sich aus FAIR wären, bräuchte es keine Gesetze. in den meisten Fällen sind AG nicht fair, zum Beispiel bei den gezahlten Löhnen, die sind für Frauen geringer, als für Männer, insofern ist DAS eine Sozialversicherung aller Frauen für Schwangerschaften.

Wenn
die Frau keine medizinischen Probleme erwähnt hat, dann musst du ihr auch keine einreden - das wäre Rechtsmißbrauch. Die Gesetze sind auch nicht dazu da, mißbraucht zu werden. Es läuft da auch viel Betrug mit erschwindelten Beschäftigungsverboten, so was ist strafbar - Schwangerschaft ist kein Blankoscheck für alles.

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12. Mai 2016 um 13:28
In Antwort auf petrabaur

Wenn
die Frau keine medizinischen Probleme erwähnt hat, dann musst du ihr auch keine einreden - das wäre Rechtsmißbrauch. Die Gesetze sind auch nicht dazu da, mißbraucht zu werden. Es läuft da auch viel Betrug mit erschwindelten Beschäftigungsverboten, so was ist strafbar - Schwangerschaft ist kein Blankoscheck für alles.

Heute nen Clown zum Frühstück gefressen?
oder wie bist Du drauf? Ich rede niemandem was ein, ES GIBT EIN GESETZ. Wenn jemand Probleme hat, sollte er auch wissen, wie man damit umgehen kann. Oder ist jeder, der von einem Recht Gebrauch macht gleich ein Schwindler und Sozialbetrüger? So etwas ist üble Nachrede und kann strafrechtlich verfolgt werden. Soviel zu diesem Thema und ich bin raus, das ist mir zu doof. Der TE schaut im Gesetz und gut ist. Doof anranzen muss man sich hier nicht lassen. Weder er noch ich noch seine schwangere Freundin.

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12. Mai 2016 um 20:32
In Antwort auf flyingkat

Heute nen Clown zum Frühstück gefressen?
oder wie bist Du drauf? Ich rede niemandem was ein, ES GIBT EIN GESETZ. Wenn jemand Probleme hat, sollte er auch wissen, wie man damit umgehen kann. Oder ist jeder, der von einem Recht Gebrauch macht gleich ein Schwindler und Sozialbetrüger? So etwas ist üble Nachrede und kann strafrechtlich verfolgt werden. Soviel zu diesem Thema und ich bin raus, das ist mir zu doof. Der TE schaut im Gesetz und gut ist. Doof anranzen muss man sich hier nicht lassen. Weder er noch ich noch seine schwangere Freundin.

Weißt du was?
In Polen hat sich das inzwischen herumgesprochen wie man in Deutschland ohne Mühe zu Geld kommt. Man sucht sich einen Job den man schwanger nicht ausüben darf, und bringt am ersten Tag ein Beschäftigungsverbot vom Arzt. Manche dieser Frauen haben nicht mal Wohnsitz in D vorzuweisen. Sie lassen sich dann rund 40 Wochen die Gehälter bezahlen. Sie versuchen es zumindest. Ich weiß wovon ich rede, weil ich diese Fälle dann beraten darf. Dafür ist das Gesetz nicht da. Die Geschädigten sind unsere Kassen und unsere Arbeitgeber. Das ist nichts weiter als Betrug. In Polen sind natürlich die Gehälter viel niedriger, und man muss schon qualifiziert sein, wenn man was verdienen möchte.

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15. Mai 2016 um 15:48
In Antwort auf petrabaur

Weißt du was?
In Polen hat sich das inzwischen herumgesprochen wie man in Deutschland ohne Mühe zu Geld kommt. Man sucht sich einen Job den man schwanger nicht ausüben darf, und bringt am ersten Tag ein Beschäftigungsverbot vom Arzt. Manche dieser Frauen haben nicht mal Wohnsitz in D vorzuweisen. Sie lassen sich dann rund 40 Wochen die Gehälter bezahlen. Sie versuchen es zumindest. Ich weiß wovon ich rede, weil ich diese Fälle dann beraten darf. Dafür ist das Gesetz nicht da. Die Geschädigten sind unsere Kassen und unsere Arbeitgeber. Das ist nichts weiter als Betrug. In Polen sind natürlich die Gehälter viel niedriger, und man muss schon qualifiziert sein, wenn man was verdienen möchte.

Sag mal, hast du nen Schatten?
Ich bin mit meiner Freundin seit 4 Jahren zusammen. Haben uns im gemeinsamen Auslandssemester kennengelernt. Wohnen seit 1,5 Jahres zusammen, in Deutschland. Also fang hier nicht an, von wegen "Polen zocken hier ab" etc.

Ich habe geschrieben dass meine Freundin so lange wie möglich den Job ausüben wird wie es geht bzw. wie sie darf.

Mir ging es nur damit zu wissen, welche Rechte wir haben.
Nur weil man fragt welche Rechte einem zustehen, wird man hier also direkt als Abzocker abgestempelt? Denk mal drüber nach.

Habe ich auch nur mit einem einzigen Wort geschrieben dass Sie direkt in Mutterschutz (in der 6 SSW) gehen will? Bitte Gehirn einschalten bevor du irgendwelche Einträge im Forum abgibst, danke!

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