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Vater und uneheliches Kind

21. Januar 2007 um 17:46

Hallo zusammen,

habe diese Woche erfahren, dass ich Vater werde in ein paar Monaten.

Nun bin ich mit meiner Freundin nicht verheiratet.

Wie sieht das nun mit der Vaterschaft aus?

Ist es immernoch so, dass ich das Kind adoptieren muß?

Wo und wann muß ich das machen?

Um zahlreiche Meinungen und Antworten bin ich sehr dankbar.

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21. Januar 2007 um 20:53

???
Hallo,

wieso willst du dein eigenes Kind adoptieren? Oder ist es nicht dein leibliches?

Ist es dein leibliches, musst du nichts adoptieren. Wenn deine freundin es wünscht, dann könnt ihr eine vorgeburtliche vaterschaftsanerkennung machen und die gemeinsame Sorge beantragen. Ich sage immer, die vorgeburtl. Vaterschaftsanerkennung ist in jedem Fall wichtig - falls dir was passiert während der SS ist dein Kind abgesichert.
Für den Fall, dass deine Freundin möchte, dass dein Kind deinen Namen bekommt, muss das eh vorher beantragt werden.

Ansonsten gilt, dass du nach der Geburt als Vater in die Geburtsurkunde eingetragen wirst. Beantragt ihr als Unverheiratete nicht das gemeinsame Sorgerecht, so ist deine Freundin allein sorgeberechtigt.

Bei uns wird das alles auf dem Jugendamt gemacht (vorgeburtlich) bzw. dann während der Anmeldung nach der Geburt im Standesamt..

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22. Januar 2007 um 22:41

Ich schließe mich Charlotte an...
Mein Freund und ich sind in der gleichen Situation. Wir leben unverheiratet zusammen und erwarten im Mai unser erstes Kind. Da es nach der Geburt sicher viel Trubel gibt, waren wir jetzt schon beim Jugendamt und haben die Vaterschaftsanerkennung beurkunden lassen und auch das Sorgerecht geteilt.
Somit hat mein Freund nun auch vor dem Gesetz Rechte an dem Kind, aber natürlich auch Pflichten.
Der Beamte klärt einen dabei über die Folgen der Entscheidungen auf, wie die Unterhaltspflicht durch Vaterschaftsanerkennung, oder daß das gemeinsame Sorgerecht später nur per Gericht aufgehoben werden kann (ähnlich wie bei einer Scheidung).

Wir sind der Meinung, dass unser Kind nun zumindest rechtlich ähnlich gestellt ist wie Kinder bei verheirateten Paaren. Sollte mir z.B. etwas zustossen gibt es keine Frage mehr, wer das Sorgerecht erhält usw.

Wünsche Euch alles Gute

Schöne Grüße, Susanne

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24. Januar 2007 um 16:41

Bei uns ist das anders!
Hi!

Vielleicht gibts regionale Unterschiede, wir leben in Hessen.

Meine Tochter kam zur Welt, da lebte mein Partner noch in Scheidung von seiner Frau.
Er hat das Kind als sein Kind anerkannt. Wenn wir uns aber trennen würden, hätte er keinerlei Rechte, weil es eben unehelich zur Welt gekommen ist.

Seine Exfrau hat auch einen Sohn von einem anderen Mann. Auch noch während der Scheidung. Dieser Mann hat auch keine Rechte an seinem Sohn. Dafür hat mein Freund Rechte an diesem Kind und es ist sogar in seiner Lohnsteuerkarte verzeichnet!!! weil es noch während der Ehe zur Welt gekommen ist. Er gilt also vor dem Gesetz als Vater des Kindes. Das ist immer noch so, obwohl die Scheidung mittlerweile durch ist. Da fehlt wohl noch eine Bescheinigung über die Anhänglichkeit der Scheidung oder so.

Meine Tochter trägt zur Zeit meinen Nachnamen. Wenn mein Freund mich heiraten würde, müsste er unsere Tochter auch adoptieren, damit sie seinen Nachnamen auch tragen darf und er Rechte an ihr hat (Besuchsrechte und so).

Dass man eine Vaterschaftserklärung abgibt heißt lediglich: Ja, ich stehe zu dem Kind und falls wir uns trennen, werde ich auch für das Kind aufkommen.

Ich würde es auf alle Fälle adoptieren. Da bist du auf der sicheren Seite, egal was kommt!!!

Viele liebe Grüße
Diane

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