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Vater will Unterhalt einklagen...

22. Februar 2013 um 17:13

Für Eure Meinung wäre ich sehr dankbar...

Ich bin seit nunmehr 10 Jahren geschieden. Unser gemeinsamer Sohn (16 Jahre) lebte immer bei mir und es gab in der Vergangenheit nie Probleme mit dem Umgangs- und Sorgerecht, welches wir gemeinsam haben. Vor einigen Jahren zogen wir (Patchworkmodell), d. h. mein Lebensgefährte mit dem ich seit 7 Jahren zusammen lebe, in ein größeres Haus etwa 70 km entfernt, damit jedes Kind sein eigenes Zimmer hatte. Auch dadurch gab es nie Probleme. Das 14-Tage-Wechselmodell wurde eingehalten, bei den Fahrten wurde sich abgewechselt. Nun komme ich zu dem eigentlichen Problem. Vor 1 1/2 Jahren erlitt mein Lebensgefährte einen Schlaganfall und konnte seinen Beruf nicht mehr ausüben. Er hat noch jetzt mit den Folgen zu kämpfen. Unsere großen Kinder sind mittlerweile aus dem Haus zwecks Studium etc. Nur der Jüngste lebte noch bei uns. Ich entschloss mich dazu, das Haus zu verkaufen, da wir ein solch großes Platzangebot nicht mehr benötigen und die Fahrtkosten (70 km einfache Strecke) nicht mehr tragbar waren, seitdem mein Partner zum Lebensunterhalt nicht mehr in gewohnter Form beitragen konnte. Ich gehe seit 20 Jahren in ungekündigter Stellung einer Teilzeitbeschäftigung nach, da ich stets für die Kinder da war. Aus den zuvor erwähnten Gründen bat ich nun meinen Exmann darum, ob unser gemeinsamer Sohn bis zum Hausverkauf zu ihm ziehen könnte. Ich wollte damit einen abrupten Schulwechsel vermeiden. Er erklärte sich unter diesen Umständen sofort dazu bereit. Wir suchten in aller Ruhe eine geeignete Schule am Wohnort meines Exmannes und fanden diese auch. Da ein Rückzug in Richtung des Wohnortes meines Exmannes geplant ist, vereinbarten wir, dass unser Sohn solange bei ihm wohnen könnte, bis dies geschehen ist. Sohn zog um, wurde umgemeldet, Kindergeld erhält Vater. Es vergingen nicht einmal zwei Wochen, bis ein Aufforderungsschreiben im Briefkasten lag, unverzüglich Unterhaltszahlungen zu leisten und zwar gemäß einer Vollzeittätigkeit. Da staunte ich nicht schlecht! Mir ist schon klar, dass ich in der "Pflicht" stehe, Unterhalt zu leisten, aber unter diesen Umständen in dieser Höhe? Ich erklärte meinem Exmann, dass ich die Kleidung und die Kosten des Sportstudios übernehmen werde. Damit erklärte er sich nicht einverstanden! Mein Exmann verdient 5000,- Euro netto und verlangt nun von mir, dass ich unter diesen oben genannten besonderen Umständen, mir eine Vollzeitstelle suche und sofort meinen Zahlungen nachkomme! Ein Anwalt ist auch schon involviert! Ich bat ihn um Hilfe, damit ich meinen Wohnsitz in die Nähe meiner Arbeitsstelle verlegen kann und jetzt so etwas! Erwähnen möchte ich auch, dass ich unseren Sohn fast jedes Wochenende zu uns hole. Die Fahrkosten alleine sind schon ein hoher finanzieller Aufwand in meiner jetzigen Situation. Wie seht Ihr das? Damit aber lange nicht genug.... Unser Sohn war und ist kein leuchtender Stern in seinen schulischen Leistungen und bekam jetzt, aufgrund eines mehrwöchigen Praktikums, in welchem er sich sehr bewährte einen Ausbildungsplatz angeboten. Er freute sich wie wahnsinnig darüber, da dieser absolut seinem Wunsch entsprach. Der Ausbildungsvertrag wurde an den Vater gesandt. Was machte dieser? Er verweigerte die Unterschrift!!! Er forderte mich auf, ihm schriftlich meinen Umzug zu versichern!!! Begründung: Es sei nicht sichergestellt, dass ich zu gegebener Zeit meinen Wohnsitz verlegt habe und somit auch nicht sichergestellt, dass unser Sohn ohne Probleme zu einer bestimmten Uhrzeit seinen Ausbildungsort erreichen könnte. (Bäcker und Konditorlehre Arbeitsbeginn 4 Uhr) Daraufhin wandte ich mich an das Familiengericht und bekam das Recht auf alleinige Unterschrift und der Vertrag wurde unterschrieben und abgesandt. Mittlerweile haben wir eine Wohnung in der Nähe des Ausbildungsplatzes gefunden und werden wohl im April zurückziehen. Mein Exmann möchte jetzt jedoch von einem Rückzug unseres Sohnes zu mir gar nichts mehr wissen. So sagte mir mein Sohn letztes Wochenende, dass sein Vater mit einem Rückzug gar nicht einverstanden wäre! Erst werde ich dazu aufgefordert, ein "unsinniges" Bestätigungsschreiben meines Umzuges zu fertigen und diesen zu versichern dann solch eine Aussage!!! Wie ist Eure Meinung dazu?

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