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Vaterschaft und Unterhalt bei Samenspende

31. Mai 2017 um 8:35

Eine etwas verzwickte Situation.
Ich habe vor 8 Jahren über ein gofeminin Forum ein Paar mit Kinderwunsch kennen gelernt, wo der Mann zeugungsunfähig ist. Ich habe als Samenspender zweimal ausgeholfen, der Ehemann hat mich damals auch persönlich kennen gelernt. Da die beiden verheiratet waren, ist er der rechtmäßige Vater. Die Kinder sind mittlerweile 5 und 7 Jahre alt, die Ehe ist jedoch nun gescheitert und die Scheidung läuft. Ich habe mich nun mit der Mutter und den Kindern zusammen getan und wir sind eine sehr glückliche Familie, heiraten wollen wir auch. Da die Mutter gerne das alleinige Sorgerecht hätte, hat ihre Anwältin einen Vorschlag gemacht, den der Mann auch angenommen hat. Er hat vor Gericht jetzt die Vaterschaft angefochten, mit der Begründung er hätte erst im Januar 2016 davon erfahren, dass er nicht der leibliche Vater ist (Einhaltung der 2 Jahres Frist). Meine neue Lebensgefährtin soll dies nun offiziell bestätigen, womit sie dann das alleinige Sorgerecht bekäme.
Nun habe ich ihr aber gesagt, dass sie dies nicht tun darf, da ihr Noch-Ehemann theoretisch den bisher gezahlten Unterhalt zurückfordern kann. Er wohnt und arbeitet nämlich seit Beginn der Ehe in einer anderen Stadt, kam nur etwa alle 2 Wochen für das Wochenende zu Frau und Kindern und hatte monatlich 500 Euro als "Unterhalt" gezahlt.
Selbst wenn er jetzt verspricht, keinen Unterhalt zurück zu fordern, wie kann ich (wir) das ausschließen? Oder gibt es eine andere Möglichkeit dass sie das alleinige Sorgerecht bekommt bzw. ich das väterliche Sorgerecht übernehme?

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31. Mai 2017 um 12:54

Was eine krasse Story. Jahrelang sind es seine Kinder und jetzt plötzlich will er davon nichts mehr wissen?! Ich bin schockiert. ​Und was ist bitte mit deiner Partnerin los? 
Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass man dann dich veranlassen könnte, den Unterhalt der letzten Jahre nachzuzahlen. Wenn es hart auf hart kommt, könnte er ja sagen, dass es deine Kinder sind (was sie biologisch gesehen ja auch sind).
Die Kinder können einem nur leid tun. 

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31. Mai 2017 um 13:56

Nun, so plötzlich kam es nicht, es war schleichend, irgendwie hat er sich immer rarer gemacht und immer öfters Ausreden gefunden das Wochenende nicht bei den Kindern zu verbringen. So ganz will er wohl auch nicht auf den Kontakt verzichten und die Kinder haben mich mittlerweile auch mehr als ihren Vater akzeptiert, da sie schon länger wissen dass sie " 2 Väter" haben. Es war der Mutter von Anfang an wichtig, dass die Kinder dies relativ früh erfahren und ich war damit schon bei der Samenspende einverstanden. Ich spreche aus eigener Erfahrung, da ich selbst ein Adoptivkind bin und dies schon sehr früh wußte und es auch gut fand.  Das ist alles kein Problem, auch ich und meine Partnerin wollen den Kontakt zukünftig ja garnicht unterbinden, wie weit der Kontakt in Zukunft bleibt sollen die Kinder alleine in ihrer Entwicklung entscheiden. Nur für den gelegentlichen Kontakt zu den Kindern braucht er nicht das offizielle Sorgerecht nicht, den kann er auch so aufrecht erhalten.

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