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Vaterschaft vor der Geburt

17. Januar 2014 um 13:36

Wenn du dir nicht sicher bist, wer von zwei möglichen Partnern der Vater des Kindes sein wird, kannst du das schon vor der 12. SSW erfahren - mach einen vorgeburtlichen Vaterschaftstest nur mit Blut von dir und dem Vater und 8 Tage später weißt du es. Das Ganze geht schon ab der 10. SSW. In Deutschland nur bei Vergewaltigung erlaubt aber über Wien möglich: es verhindert viele Abtreibungen, die aus Ungewissheit gemacht werden würden. Es klärt einfach vorab die biologischen Tatsachen - warum nicht die Wahrheit wissen?

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24. Januar 2014 um 12:30

Danke für die Info!
So ein Test kann die Entscheidung ZUR Abtreibung auch erleichtern, wenn man Klarheit hat.

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27. Januar 2014 um 11:27

Vaterschaft vor der Geburt
Natürlich, das stimmt, dieser schwere Schritt kann dadurch eine Spur leichter fallen, aber ich glaube, leicht ist das sowieso nie!

Und bevor jetzt irgendjemand schreit, der Test würde deswegen Abtreibungen begünstigen: Nur ein kleiner Teil der Frauen will den Test überhaupt mit dem Gedanken an eine Abtreibung im Hinterkopf durchführen lassen. UND nur ein Bruchteil der Tests ergibt den falschen Mann als Vater. Wenn also auf jede Frau, die wegen dem Testergebnis abtreibt, drei oder vier oder fünf kommen, die wegen dem Test nicht abtreiben, sind unterm Strich mehr Abtreibungen verhindert als begünstigt worden. Dazu kommt, dass (und das stimmt leider wirklich) eine unglaubliche Anzahl an Frauenärzten zur Abtreibung im Zweifel raten, obwohl der Test die Klarheit bringen könnte!

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27. Januar 2014 um 21:16

Und wie
funktioniert der Test genau?

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29. Januar 2014 um 16:45

Blutröhrchen
es wird die frei zirkulierende DNA des Kindes im Mutterblut analysiert, ebenso auch die DNA der Mutter und vom vermeintlichen Vater. Dabei werden 317.000 einzelne Stellen auf der DNA, sogenannte SNPs (das steht für Single Nucleotide Polymorphisms), untersucht. Das so erhaltene "Profil" (Muster) des Fetus, das zur Hälfte aus SNPs der Mutter und des biologischen Vaters besteht, wird mit dem des Vaters verglichen und dann wiederum gegen eine zufällige Kontrollgruppe aus über 8000 nicht verwandten Menschen (denn man muss ja zeigen, dass NUR der Vater dieses Profil hat). Die Technik, die minimalen Spuren an kindlicher DNA von dem gewaltigen Überschuss an mütterlicher auseinanderzuhalten, ist herausfordernd, wird aber von einigen US-Anbietern gemeistert, die sogar jetzt auch diagnostische genetische Trisomietests mit Mutterblut anbieten.
Der Ablauf ist so, dass von der Mutter und dem möglichen Vater Blut abgegeben wird (man kann sich das Testset von Wiener DNA-Labor Confidence auch zuschicken lassen), und dann erhält man nach ca. 8 Tagen das Ergebnis.
Die Genauigkeit steht der eines Tests nach der Geburt nicht nach: Vaterschaft zu mind. 99,9% erwiesen oder 100% ausgeschlossen. Aufpassen muss man nur, wenn die beiden möglichen Väter verwandt sind, z.B. Brüder - dann am besten gleich beide testen, wenn man auf Nummer sicher gehen will.
Funktioniert ab der vollendeten 9. SSW. Der Test ist in Deutschland verboten (der Gesetzgeber begründet das mit der Begünstigung von Abtreibungen, aber dazu habe ich schon was geschrieben), daher muss man den Weg über Wien gehen. Es ist aber kein Problem, sich die Blutröhrchen zuschicken zu lassen und das Blut in Deutschland (oder wo auch immer auf der Welt) von einem Arzt oder einer Krankenschwester abnehmen zu lassen.

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