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Verleumderische Schadenerzatzklage ! Was tun ?

23. März 2007 um 22:00

Hallo zusammen!!!
Mein Nachbar fordert von mir einen Schadenersatz wegen angeblicher Beschädigung seines Autos.
Der Schadenersatz ist aus meiner Sicht aber unberechtigt, da der beschriebene Vorfall nie stattfand.
In einem Brief von seinem Anwalt werde ich aufgefordert die Haftung für folgenden Schaden zu übernehmen:
Er hätte sein Kfz auf dem Pkw-Stellplatz abgestellt.In unmittelbarer Nähe des Stellplatzes befinden sich die Restmülltonnen,die durch eine Metalltür verschlossen gehalten werden.Ich wurde angeblich dabei beobachtet, wie ich beim Öffnen der Metalltür das Kfz beschädigt haben soll. Bei einem Gespräch mit dem Vermieter stellte sich inzwischen aber heraus, dass es sich garnicht um einen Pkw-Stellplatz handelt.
Da ich mir keiner Schuld bewusst war, wollte ich eine Auskunft von dem Nachbarn darüber wann und wie der beschriebene Schaden passiert sein soll und wer mich angeblich dabei beobachtet haben soll. Aber leider bekam ich aufgrund der zunehmenden Aggressivität seinerseits und seiner Frau, keine Antworten auf meine Fragen, sondern nur noch Drohungen,wieas wird teuer!. Bis er und seine Frau mit den Worten: Lass mich in Ruhe! davon liefen.
Da dieselbe Mülltonne ebenfalls von einer weiteren Partei im Haus genutzt wird und auch die Müllabfuhr die Metalltüren jede Woche öffnen und schließen, hätte der Schaden auch von anderen Personen jederzeit verursacht werden können.
Es besteht auch ein weiterer Versicherungsschaden bei dem Auto, da Anfang März 2007 ein LKW einen großen Fliederbaum, der direkt neben der Mülltonne wuchs, umfuhr, sodass er auf das Auto stürzte und es dabei beschädigte. Das Auto wurde von der Feuerwehr mit Motorsägen von dem Baum befreit und auch die Polizei war bei der Aktion anwesend.
Aufgrund dessen ist die Optik des Autos sowieso schon stark in Mitleidenschaft gezogen worden.

Wenn der Vorfall so stattgefunden hätte, wie der Nachbar ihn beschreibt, wäre das aus meiner Sicht ein Haftpflichtschaden.

Wie wird wohl die Versicherungsgesellschaft
reagieren, wenn ich den Vorfall als Haftpflichtschaden melde, ihn aber nicht anerkenne, da ich mir keiner Schuld bewusst bin ???

Ich hoffe jemand kann mir mit gutem Rat weiterhelfen.

Liebe Grüße,lilushakti ;o)

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26. März 2007 um 19:03

So ein quatsch
er muss dir beweisen das du das warst. er kann sich das nur im zivilrecht einklagen,dafür brauch er aber zeugen oder beweise.nimm dir nen anwalt sofern du ne rechtschutz hast oder geh mit dem schreiben zur polizei und zeig ihn wegen verleumdung an das recht hast du.

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27. März 2007 um 8:15

Hallo
hier muss man verschiedene Sachen unterscheiden:

1. Der Schadensersatz

Hier musst Du zunächst gar nichts machen. Ein gegnerisches Anwaltsschreiben bedeutet überhaupt nichts. Erst, wenn sie die Sache wirklich vor dem Zivilgericht einklagen sollten, wird es für Dich interessant. Dann müssen sie auch erklären, welche Zeugen ihnen zur Verfügung stehen.
So wie Du den Fall schilderst, sehe ich bisher keine große Wahrscheinlichkeit einer Verurteilung. Dazu muss man aber wirklich mal sehen, was die Gegenseite vor Gericht vorbringen würde. Letztlich muss die Gegenseite den Schaden und die Verursachung des Schadens durch Dich beweisen.

2. Haftpflichtversicherung

Du solltest diesen angeblichen Schaden unbedingt und sofort Deiner Haftpflichtversicherung melden. Bei den meisten Haftpflichtversicherungen gibt es Ausschlussklauseln, dass sie nicht für Schäden haften, wenn diese nicht sofort gemeldet werden. Du solltest natürlich dann die Haftpflichtversicherung darauf hinweisen, dass Du den Schaden nicht anerkennst.

3. Strafanzeige

Ob ein Anwaltsschreiben, mit dem eine bestimmte Sache behauptet wird, überhaupt eine Verleumdung ist, wage ich zu bezweifeln. Außerdem bringen solche Anzeigen meistens nichts, da die Verfahren regelmäßig wegen Geringfügigkeit eingestellt werden.

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27. März 2007 um 8:54
In Antwort auf zeus_12440067

Hallo
hier muss man verschiedene Sachen unterscheiden:

1. Der Schadensersatz

Hier musst Du zunächst gar nichts machen. Ein gegnerisches Anwaltsschreiben bedeutet überhaupt nichts. Erst, wenn sie die Sache wirklich vor dem Zivilgericht einklagen sollten, wird es für Dich interessant. Dann müssen sie auch erklären, welche Zeugen ihnen zur Verfügung stehen.
So wie Du den Fall schilderst, sehe ich bisher keine große Wahrscheinlichkeit einer Verurteilung. Dazu muss man aber wirklich mal sehen, was die Gegenseite vor Gericht vorbringen würde. Letztlich muss die Gegenseite den Schaden und die Verursachung des Schadens durch Dich beweisen.

2. Haftpflichtversicherung

Du solltest diesen angeblichen Schaden unbedingt und sofort Deiner Haftpflichtversicherung melden. Bei den meisten Haftpflichtversicherungen gibt es Ausschlussklauseln, dass sie nicht für Schäden haften, wenn diese nicht sofort gemeldet werden. Du solltest natürlich dann die Haftpflichtversicherung darauf hinweisen, dass Du den Schaden nicht anerkennst.

3. Strafanzeige

Ob ein Anwaltsschreiben, mit dem eine bestimmte Sache behauptet wird, überhaupt eine Verleumdung ist, wage ich zu bezweifeln. Außerdem bringen solche Anzeigen meistens nichts, da die Verfahren regelmäßig wegen Geringfügigkeit eingestellt werden.

Warum haftpflicht
melden? sie ist unschuldig!das wäre ja sowas wie ein schuldeingeständniss. er muss es ihr beweisen und hat schlechte karten. selbst wenn dann melde es erst wenn du rechtskräftig verurteilt wurdest und zahlen musst was ich aber nicht glaube

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27. März 2007 um 23:12

Also...
...wir hattenhier bei uns mal ein ähnliches Problem mit unserem Nachbarn. Der behauptete, mein 11jähriger Bruder und seine Freunde hätten sein Garagentor mit einem Fußball beschädigt (ziemlich lächerlich, vor allem weil die Schädigung des Garagentores in etwa auf Höhe und Breite einer Stoßstange war...)Jedenfalls war es dann so, dass mein Vater den Schaden zwar seiner Haftpflichtversicherung gemeldet hat, allerdings mit dem Vermerk, dass er sich nicht vorstellen kann, dass dieser Schaden tatsächlich von meinem Bruder verursacht wurde.
Damit war er im Prinzip aus der Sache raus. Das Ganze ist zwar vor Gericht gegangen, aber mein Vater war lediglich Zeuge, angeklagt hat die Versicherung, und der Nachbar hat verloren. Kosten kamen garnicht auf meinen Vater zu, Anwalt und Co waren von der Versicherung!
Ist zwar nicht ganz das selbe, aber ich würd mich trotzdem an die Versicherung wenden!
LG

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28. März 2007 um 14:20
In Antwort auf betsy_12560123

Warum haftpflicht
melden? sie ist unschuldig!das wäre ja sowas wie ein schuldeingeständniss. er muss es ihr beweisen und hat schlechte karten. selbst wenn dann melde es erst wenn du rechtskräftig verurteilt wurdest und zahlen musst was ich aber nicht glaube

Ganz einfach
Wie schon geschrieben, haben die meisten Haftpflichtversicherungen - überhaupt die allermeisten Versicherungen - die Klausel, dass jeder mögliche Schaden in einer gewissen Frist zu melden ist. Ansonsten muss die Versicherung diesen Schaden nicht übernehmen.

Es ist dabei egal, ob man nun den Schaden verursacht hat oder nicht. Ausschlaggebend ist allein, dass man von einem möglichen Schaden Kenntnis erlangt hat. Im dümmsten Fall wird er ja verklagt und vielleicht auch verurteilt (man kann nie wissen und die Gegenseite kann ja auch Recht haben). Und wenn dann erst der Schaden gemeldet wird, ist es zu spät.

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30. März 2007 um 23:19
In Antwort auf donna_12573729

Also...
...wir hattenhier bei uns mal ein ähnliches Problem mit unserem Nachbarn. Der behauptete, mein 11jähriger Bruder und seine Freunde hätten sein Garagentor mit einem Fußball beschädigt (ziemlich lächerlich, vor allem weil die Schädigung des Garagentores in etwa auf Höhe und Breite einer Stoßstange war...)Jedenfalls war es dann so, dass mein Vater den Schaden zwar seiner Haftpflichtversicherung gemeldet hat, allerdings mit dem Vermerk, dass er sich nicht vorstellen kann, dass dieser Schaden tatsächlich von meinem Bruder verursacht wurde.
Damit war er im Prinzip aus der Sache raus. Das Ganze ist zwar vor Gericht gegangen, aber mein Vater war lediglich Zeuge, angeklagt hat die Versicherung, und der Nachbar hat verloren. Kosten kamen garnicht auf meinen Vater zu, Anwalt und Co waren von der Versicherung!
Ist zwar nicht ganz das selbe, aber ich würd mich trotzdem an die Versicherung wenden!
LG

Versicherung übernimmt den Fall
Vielen Dank für eure Anregungen.
Ich war bereits bei der Versicherung und sie werden sich der Sache annehmen,sodass ich erstmal nichts mehr damit zu tun habe.
Der Berater der Versicherung erklärte mir , dass die Haftpflichtversicherung auch dafür da ist mich vor unberrechtigten Ansprüchen zu schützen und diese abzuwehren.
So konnte ich den "schwarzen Peter" der Versicherung weiterschieben ! *lol*
ER muss mir jetzt erstmal die Schuld beweisen und einen Zeugen nennen.Mal sehen, wie er sich das vorstellt,denn es kann ja garkeinen geben !
Auf jeden Fall parkt er das Auto nun immer ganz dirket vor der Mülltonne , so dass man diese kaum noch öffnen kann ,ohne nicht das Auto zu berühren und hat eine Überwachungs-Videokamera installiert und darauf gerichtet.
Ich schätze, mal er will sich noch schnell einen Beweis "nachdrehen".
Ich werfe meinen Müll jetzt immer schnell in die Mülltonne , wenn er das Auto zur Abwechslung mal benutzt.

Mal sehen , wie die Geschichte weitergeht !

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