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Von Anwältin nicht korrekt vertreten

5. August 2011 um 14:37

Liebe Mitstreiterinnen,

ich weiß nicht mehr weiter. In meinem Scheidungshorror, werde ich, meiner Meinung nach, von meiner Anwältin nicht richtig ernst genommen bzw. vertreten.

Sie schickt mir z.B. Briefe, mit dem Vermerk "zur Stellungnahme" oder in denen ich aufgefordert werde, Schriftstücke zu verfassen, wie z.B. eine eidesstattliche Versicherung, die von der Gegenseite gefordert wurde.

Viele Schreiben erreichen mich auch nicht zeitnah, sondern erst ca. 1 Woche nach Eingang in der Kanzlei. Dazu möchte ich anmerken, dass der Kontakt zu meiner Anwältin per Mail läuft.

Natürlich nehme ich Stellung und nach der ganzen Arbeit, schmeißt sie meine Dokumente, vor meinen Augen, in den Müll, mit der Aussage: "Interessiert keinen" oder "Nehmen sie nicht immer alles so wörtlich".

Auch habe ich den Verdacht, dass sie nicht auf Schreiben der Gegenseite reagiert. Hier z.B. ein Schreiben der Gegenseite, an das zuständige Gericht, mit dem Hinweis, dass mein Ex-Mann den Unterhalt jetzt mal kürzt.

Ich hatte gestern einen persönlichen Termin bei ihr und da das Gleiche wie immer. Meine Sachen interessieren nicht, mein Ex-Mann hat alle Rechte. Von meinem Ex-Mann werden Lebensversicherungen unterschlagen oder aufgelöst, Einkommen nicht angerechnet.

Kommentar meiner Anwältin: "Der darf das"

Nach 23 Jahren Ehe, habe ich, laut meiner Anwältin, keine Rechte auf angemessenen Versorgungsausgleich.

Das ist nur ein Teil, aus dieser Odyssee. Ich bin wirklich mit den Nerven am Ende und sehe am Abgrund meiner Existenz.

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6. August 2011 um 10:25

Was soll man dazu sagen....
Das Du mit den Nerven fertig bist verstehe ich schon. 23 Jahre sind ja auch kein Pappenstiel. Aber ich glaube Du hast Verständigngsprobleme mit Deiner Anwältin. Anwälte sind grundsätzlich verpflichtet für ihren Mandanten zu arbeiten.
Ich verstehe nicht Deinen Anspruch zum Versorgungsausgleich. Der Versorgungsausgleich wird bei der Scheidung festgesetzt durch den Richter und durch Urteil.
Natürlich kann Dein Mann seine Versicherungen auflösen ihr seid ja noch nicht geschieden. Erst bei der Scheidung kommt zur Sprache was sich getan hat mit dem Geld welches da war. Ich denke Du setzt Deine Anwältin unter Druck auf Dinge die erst beim Scheidungsverfahren zur Sprache kommen. Da wundert es mich nicht das die Anwältin so reagiert.

Ich wünsche Dir etwas gelassenheit. Natürlich verstehe ich Deine Ängste um Deine Existenz aber Du weißt auch mit Gewalt kann man nichts erreichen.

Es ist immer schlimm wenn Ehen scheitern aus was für Gründen auch immer. Aber mehr erreichst Du wenn Du ruhiger bist. Und Versorgungsausgleich steht Dir zu keine Angst den bekommst Du.

Versuche mit der Anwältin mal wieder ein besseres Verhältnis her zu stellen, das ist sehr wichtig. Alles auf einmal kann man nicht haben.

Alles gute Dir.

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6. August 2011 um 17:29

Dann ...
... entziehen Sie der Anwältin das Mandat und gehen zu einem anderen Anwalt. Hören Sie sich mal um, vielleicht kennt jemand einen guten Anwalt / Anwältin in Ihrer Nähe. (In Karlsruhe könnte ich Ihnen z.B. eine gute empfehlen)

LG

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6. August 2011 um 18:13
In Antwort auf heraklit1970

Dann ...
... entziehen Sie der Anwältin das Mandat und gehen zu einem anderen Anwalt. Hören Sie sich mal um, vielleicht kennt jemand einen guten Anwalt / Anwältin in Ihrer Nähe. (In Karlsruhe könnte ich Ihnen z.B. eine gute empfehlen)

LG

Von Anwältin nicht korrekt vertreten
Ist das so einfach möglich? Ich erhalte PKH. Finanziell kann ich keine Anwaltskosten tragen. Ich bezog bis zum letzten Jahr eine Rente, deren Weiterzahlung ich jetzt durch eine Klage vor dem Sozialgericht, mit Unterstützung des VdK, erreichen möchte.

Dadurch habe ich einzig den Unterhalt. Anfragen und Anträge bei den öffentlichen Stellen, werden abgelehnt, da ich ja Unterhalt bekomme. Ich erhalte zusätzlich nur einen geringen Betrag von der Wohngeldstelle.

Dieser Unterhalt liegt allerdings unterhalb der Grundsicherung und soll jetzt, auf Antrag meines Ex-Mannes an das zuständige Gericht, gekürzt werden.

Auch habe ich längst versucht, mit meiner Anwältin vernünftig zu reden um eine Begegnung auf sachlichen Ebene zu erreichen. Allerdings ohne Erfolg. Beim letzten Termin bekam ich zu hören, dass ich das Budget, das die PKH bietet, längst ausgeschöpft hätte und sie nur noch draufzahlt.

Was soll ich dazu sagen?

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6. August 2011 um 18:15
In Antwort auf theriemie

Was soll man dazu sagen....
Das Du mit den Nerven fertig bist verstehe ich schon. 23 Jahre sind ja auch kein Pappenstiel. Aber ich glaube Du hast Verständigngsprobleme mit Deiner Anwältin. Anwälte sind grundsätzlich verpflichtet für ihren Mandanten zu arbeiten.
Ich verstehe nicht Deinen Anspruch zum Versorgungsausgleich. Der Versorgungsausgleich wird bei der Scheidung festgesetzt durch den Richter und durch Urteil.
Natürlich kann Dein Mann seine Versicherungen auflösen ihr seid ja noch nicht geschieden. Erst bei der Scheidung kommt zur Sprache was sich getan hat mit dem Geld welches da war. Ich denke Du setzt Deine Anwältin unter Druck auf Dinge die erst beim Scheidungsverfahren zur Sprache kommen. Da wundert es mich nicht das die Anwältin so reagiert.

Ich wünsche Dir etwas gelassenheit. Natürlich verstehe ich Deine Ängste um Deine Existenz aber Du weißt auch mit Gewalt kann man nichts erreichen.

Es ist immer schlimm wenn Ehen scheitern aus was für Gründen auch immer. Aber mehr erreichst Du wenn Du ruhiger bist. Und Versorgungsausgleich steht Dir zu keine Angst den bekommst Du.

Versuche mit der Anwältin mal wieder ein besseres Verhältnis her zu stellen, das ist sehr wichtig. Alles auf einmal kann man nicht haben.

Alles gute Dir.

Was soll man dazu sagen....
Ich habe wirklich versucht mit meiner Anwältin vernünftig zu reden um eine Begegnung auf sachlicher Ebene zu erreichen. Allerdings ohne Erfolg. Beim letzten Termin bekam ich zu hören, dass ich das Budget, das die PKH bietet, längst ausgeschöpft hätte und sie nur noch draufzahlt.

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7. August 2011 um 13:15

Dann solltest...
Du die Anwältin wechseln. Das die drauf legt ist dummes Zeug. Anwälte sind vom Gestez her verpflichtet Mandantschaften zu übernehmen wo das Geld nicht so reicht. Du solltest mal bei der Anwaltskammer anrufen, vielleicht können die Dir einen Anwalt empfehlen. Alles gute Dir.

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4. Dezember 2011 um 12:19

Scheidung, UH, VA ....Hilfe? Anwalt vertritt nicht ordentlich
Die Antworten auf deinen Hilferuf riefen großes Entsetzen in mir hervor. - Um eine Nachricht von mir senden zu können, habe ich mich entgegengesetzt meiner Internet-Grundsätze in diesem Forum angemeldet. Ich hoffe das meine Nachricht dich noch rechtzeitig erreicht, sofern sie von Bedeutung für dich ist und wie man sprichwörtlich sagt "das Kind noch nicht vollkommen ins Wasser" gefallen ist. Weil dein Hilferuf Anfang August ins Netz ging , also bereits vor 4 Monaten, könnte sich die Sache bestenfalls für dich ja schon zu deiner Zufriedenheit erledigt haben.

Sollte dein Problem jedoch noch aktuell sein oder Du nur einen weiteren Ansprechpartner für einen sachlichen Erfahrungsaustausch auf deinem Weg durch Scheidung, Versorgungsausgleich und Unterhalt suchen, dann biete ich Dir die Möglichkeit an einen ersten Kontakt zu mir über

0163 - 72 67 432

aufnehmen zu können. Alles weiter "steht in den Sternen" und wäre dann auch "Neuland" für mich.

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