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Vorgehen gegen Abmahnung?

23. Juni 2005 um 21:36

Hallo, vielleicht kennt sich hier jemand aus und kann mir raten:
Meine Freundin arbeitet als Kita-Erzieherin und hat vor einigen Wochen erfahren, dass Kinder "ihrer" Gruppe in eine andere umgesetzt werden sollen und die Gruppe dann mit jüngeren Kindern aufgefüllt würde. Ihre Chefin untersagte ihr ausdrücklich, mit den betreffenden Eltern zu sprechen, dies wollte sie selbst erledigen. Nachdem die Info an die Eltern raus war, waren viele Eltern enttäuscht und auch erbost über die Maßnahme und natürlich sprachen sie dazu auch meine Freundin an. Sie sagte: "Ich bin auch nicht glücklich darüber, kann aber nichts machen. Es handelt sich um eine Mehrheitsentscheidung innerhalb des Erzieherteams." Die Eltern liefen Sturm, schrieben Eingaben an die Leiterin, an das Amt usw. Die Leiterin kriegte Druck und nahm das alles persönlich, sie behauptet, meine Freundin hätte die Eltern aufgehetzt! Heute hat meine Freundin eine schriftliche Abmahnung bekommen: Sie hätte durch ihre Passivität Verwirrung unter der Elternschaft gestiftet und sich nicht hinter die Teamentscheidung gestellt(sie stimmte damals tatsächlich dagegen). Im abschließenden Satz wurde ihr bei nochmaligem Vergehen die Kündigung angedroht.
Welche Auswirkungen kann eine solche Maßnahme haben und welche Möglichkeiten gibt es, dagegen vorzugehen?
Vielen Dank für eure Hilfe! LG, finki.

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5. Juli 2005 um 19:19

Das thema "abmahnung"...
... hatte ich erst vor kurzem in der berufschule. also, wenn die chefin wirklich so stur ist und nicht mit sich reden lässt, so kann deine freundin eine gegendarstellung anfertigen, in welcher sie ihre eigenen ansichten zu dieser sache schildert. dies wird dann ebenfalls zur personalakte geheftet.

soweit ich informiert bin, wird die abmahnung nach einem halben jahr wieder aus der personalakte herausgenommen, verliert sozusagen an gültigkeit und wird auch in dem arbeitszeugnis nicht erwähnt - so war es zumindest einmal bei einer bekannten von mir.

alternativ zur stellungnahme kann deine freundin natürlich auch auf entfernung der abmahnung aus der personalakte klagen, was dann aber wieder mit kosten verbunden wäre, zumal noch nicht einmal klar ist, inwieweit sie den prozess gewinnen würde.

ich hoffe, deine freundin kann noch einmal in ruhe mit ihrer chefin diesbezüglich reden und alles zum positiven abwenden.

mfg

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5. Juli 2005 um 22:44
In Antwort auf miia_11943411

Das thema "abmahnung"...
... hatte ich erst vor kurzem in der berufschule. also, wenn die chefin wirklich so stur ist und nicht mit sich reden lässt, so kann deine freundin eine gegendarstellung anfertigen, in welcher sie ihre eigenen ansichten zu dieser sache schildert. dies wird dann ebenfalls zur personalakte geheftet.

soweit ich informiert bin, wird die abmahnung nach einem halben jahr wieder aus der personalakte herausgenommen, verliert sozusagen an gültigkeit und wird auch in dem arbeitszeugnis nicht erwähnt - so war es zumindest einmal bei einer bekannten von mir.

alternativ zur stellungnahme kann deine freundin natürlich auch auf entfernung der abmahnung aus der personalakte klagen, was dann aber wieder mit kosten verbunden wäre, zumal noch nicht einmal klar ist, inwieweit sie den prozess gewinnen würde.

ich hoffe, deine freundin kann noch einmal in ruhe mit ihrer chefin diesbezüglich reden und alles zum positiven abwenden.

mfg

Hallo Theisy,
vielen Dank für deine Antwort. Das mit dem "Reden" ging leider gar nicht, die Chefin sagte nur:"Ab sofort läuft alles über das Amt" Naja, eine Gegendarstellung hat sie geschrieben und noch in dieder Woche ein Beratungsgespräch beim RA. Mal sehen, was der rät. Ärgerlich ist bloß, dass nicht ein Elternteil mal befragt wurde, ob und welche Rolle die Erzieherin tatsächlich gespielt hat, es beruht sozusagen auf Vermutungen. Leider steht in der Abmahnung selbst nichts zur zeitlichen Befristung, aber das müsste der Anwalt ja wissen.
Nochmals Danke, liebe Grüße,finki.

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6. Juli 2005 um 19:00

Gegendarstellung
ist die einfachste lösung

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30. Juli 2005 um 23:44


wie das eben so ist, wenn man selbst(kitaleitung) einen fehler macht sucht man sich eben einen den man beschuldigen kann.
also so ein mist würde ich nicht mitmachen. kindergartenerzieherinnnen werden doch viele gesucht, am besten wechseln wenns geht. einmal der A... immer der A...

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