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Was darf das Jugendamt

1. Oktober 2019 um 18:28 Letzte Antwort: 10. November 2019 um 7:35

Die Parnterin meines Sohnes muss wegen psychischer Probleme in eine Klinik. Darf das Jugendamt gerichtlich durchsetzen,dass die Kinder aus dem gewohnten Umfeld und Kita rausgerissen werden und die Mutter begleiten? Sie ist total überfordert und zeigt wenig Interesse an ihren Kindern. 

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1. Oktober 2019 um 19:13
In Antwort auf vogelfoerster

Die Parnterin meines Sohnes muss wegen psychischer Probleme in eine Klinik. Darf das Jugendamt gerichtlich durchsetzen,dass die Kinder aus dem gewohnten Umfeld und Kita rausgerissen werden und die Mutter begleiten? Sie ist total überfordert und zeigt wenig Interesse an ihren Kindern. 

Sorry,für den Rechtschreibfehler ,Partnerin, war ohne Brille 😉

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1. Oktober 2019 um 19:37

Ihr habt psychiatrische Kliniken, bei denen die Kinder mit dabei sein können?!? Normalerweise ist das Problem eher, dass die Kinder anderweitig untergebracht werden müssen, weil die Erziehungsberechtigte in eine Klinik muss.
Aber anyway: Warum sollte das Jugendamt diese gemeinsame Unterbringung befürworten, wenn gewichtige Gründe das Kindeswohl betreffend dagegen sprechen? Gibt es dazu auch mehr Infos?

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1. Oktober 2019 um 20:26
In Antwort auf butterfliegenbeinchen

Ihr habt psychiatrische Kliniken, bei denen die Kinder mit dabei sein können?!? Normalerweise ist das Problem eher, dass die Kinder anderweitig untergebracht werden müssen, weil die Erziehungsberechtigte in eine Klinik muss.
Aber anyway: Warum sollte das Jugendamt diese gemeinsame Unterbringung befürworten, wenn gewichtige Gründe das Kindeswohl betreffend dagegen sprechen? Gibt es dazu auch mehr Infos?

Die Mutter ist seit Jahren dem Jugendamt bekannt. Sie häuft immer mehr Schulden an ,ist psychisch labil und kann sich ohne Hilfe nicht um die Kinder kümmern. Mein Sohn macht alles alleine,Essen kochen usw.und geht aber noch in 3 Schichten auf Arbeit. Die Kinder haben ihren geregelten Tagesablauf in einer KITA und sind auch gern bei uns Großeltern . Sie soll jetzt in eine Klinik. Angeblich soll sie da auch lernen,mit ihren Kindern umzugehen. Wenn mein Sohn dazu nicht einwilligt,will das Jugendamt notfalls gerichtlich vorgehen. Sie hat aus einer früheren Beziehung eine Tochter,welche sie dem Vater überlassen hat  und noch einen weiteren Sohn, welcher selber schon psychische Probleme durch sie hat und auch seperat in eine Klinik muss. Ich habe Angst um die Kinder. Das Jugendamt wurde vor drei Jahren schon über ihre Probleme informiert und sagt,jetzt ist alles zu spät,man hätte er handeln sollen.

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1. Oktober 2019 um 21:45
Beste Antwort

Kann dein Sohn glaubhaft versichern, dass er sich um die Kinder kümmern kann, wenn seine Partnerin in Therapie ist? Könnt ihr evtl eine teilweise Vormundschaft anbieten?
Da schon ein Kind aus dem Familiensystem rausgenommen wurde, also beim Vater lebt, könnten eure Chancen gut stehen, dass euer Sohn sich da durchsetzen kann. Er sollte darauf bestehen, dass zunächst die psychischen Probleme angegangen werden, und danach evtl mit einer Familienhilfe das System gestärkt wird.
Ich würde mir an eurer Stelle einen guten Anwalt für Familienrecht suchen. Für mich klingt das mit diesen Infos nach einer leeren Drohung, aber vor Gericht und auf hoher See ist jeder in Gottes Hand. Ein guter Anwalt wird euch aber sicher gut beraten!

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1. Oktober 2019 um 22:12
In Antwort auf butterfliegenbeinchen

Kann dein Sohn glaubhaft versichern, dass er sich um die Kinder kümmern kann, wenn seine Partnerin in Therapie ist? Könnt ihr evtl eine teilweise Vormundschaft anbieten?
Da schon ein Kind aus dem Familiensystem rausgenommen wurde, also beim Vater lebt, könnten eure Chancen gut stehen, dass euer Sohn sich da durchsetzen kann. Er sollte darauf bestehen, dass zunächst die psychischen Probleme angegangen werden, und danach evtl mit einer Familienhilfe das System gestärkt wird.
Ich würde mir an eurer Stelle einen guten Anwalt für Familienrecht suchen. Für mich klingt das mit diesen Infos nach einer leeren Drohung, aber vor Gericht und auf hoher See ist jeder in Gottes Hand. Ein guter Anwalt wird euch aber sicher gut beraten!

Es wurde schon mit einer Familienhilfe versucht,die sind ja zum Entschluss gekommen, dass nur  ein stationärer Aufenthalt wirksam ist. Mein Sohn könnte auf Arbeit eine sogenannte ,,Muttischicht,, machen. Ich denke mal er will sich auch von ihr trennen,weil das schon seit vielen Jahren so geht und sie ihn auch belügt usw. Ich habe den Verdacht,das Jugendamt gibt ihr somit das Aufenthaltsbestimmungsrecht ,wenn sie dann mit den Kindern in der Einrichtung ist,ist es schwieriger sie dem Vater zuzusprechen. Aber sie sollte erst einmal allein ihre Krankheit in den Griff bekommen und man sollte die Kinder in geordneten Verhältnissen lassen. Danach kann man immer noch entscheiden. Man will ja der Mutter die Kinder nicht vorenthalten. Mir als Oma sind die Hände gebunden,ich habe auf dem Jugendamt ja nix zusagen.

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5. Oktober 2019 um 12:03
Beste Antwort
In Antwort auf vogelfoerster

Es wurde schon mit einer Familienhilfe versucht,die sind ja zum Entschluss gekommen, dass nur  ein stationärer Aufenthalt wirksam ist. Mein Sohn könnte auf Arbeit eine sogenannte ,,Muttischicht,, machen. Ich denke mal er will sich auch von ihr trennen,weil das schon seit vielen Jahren so geht und sie ihn auch belügt usw. Ich habe den Verdacht,das Jugendamt gibt ihr somit das Aufenthaltsbestimmungsrecht ,wenn sie dann mit den Kindern in der Einrichtung ist,ist es schwieriger sie dem Vater zuzusprechen. Aber sie sollte erst einmal allein ihre Krankheit in den Griff bekommen und man sollte die Kinder in geordneten Verhältnissen lassen. Danach kann man immer noch entscheiden. Man will ja der Mutter die Kinder nicht vorenthalten. Mir als Oma sind die Hände gebunden,ich habe auf dem Jugendamt ja nix zusagen.

Also wenn sie die gemeinsame elterliche Sorge haben, kann das Jugendamt so mal eben kurz gar nix machen, wenn nicht eine akute Kindeswohlgefährdubg vorliegt. Generell auch Teile der elterlichen Sorge abzuerkennen, ist sehr sehr schwer. Wenn er allderings nicht das gemeinsame Sorgerecht hat, weil zB nicht verheiratet oä, dann ist es gleichwohl deutlich anders gelagert. Dann hat sie natürlich das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht. 
Aber ich würde an eurer Stelle wirklich unbedingt einen guten Familienrechtsanwalt kontaktieren.
Dass du als Großmutter natürlich erstmal nichts mitentscheiden kannst, ist klar. Aber du kannst auf jeden Fall deinen Sohn unterstützen und eben beim Jugendamt auch diese Unterstützung nachdrücklich anbringen.
Abgesehen davon: Wenn das Amt selbst sagt, da hätte man eher eingreifen müssen, hat ein Anwalt natürlich ein gefundendes Fressen, denn dann hat es der Sachbearbeiter dort offensichtlich verpennt!

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5. Oktober 2019 um 15:44
In Antwort auf butterfliegenbeinchen

Also wenn sie die gemeinsame elterliche Sorge haben, kann das Jugendamt so mal eben kurz gar nix machen, wenn nicht eine akute Kindeswohlgefährdubg vorliegt. Generell auch Teile der elterlichen Sorge abzuerkennen, ist sehr sehr schwer. Wenn er allderings nicht das gemeinsame Sorgerecht hat, weil zB nicht verheiratet oä, dann ist es gleichwohl deutlich anders gelagert. Dann hat sie natürlich das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht. 
Aber ich würde an eurer Stelle wirklich unbedingt einen guten Familienrechtsanwalt kontaktieren.
Dass du als Großmutter natürlich erstmal nichts mitentscheiden kannst, ist klar. Aber du kannst auf jeden Fall deinen Sohn unterstützen und eben beim Jugendamt auch diese Unterstützung nachdrücklich anbringen.
Abgesehen davon: Wenn das Amt selbst sagt, da hätte man eher eingreifen müssen, hat ein Anwalt natürlich ein gefundendes Fressen, denn dann hat es der Sachbearbeiter dort offensichtlich verpennt!

Vielen Dank für deine Antwort. Ich sehe das so ähnlich. Sie haben das gemeinsame Sorgerecht und wohnen ja auch noch in der selben Wohnung. Die Mutter steht ja eigentlich erst mal an erster Stelle und muss ihr Leben in geordnete Bahnen lenken.

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12. Oktober 2019 um 8:07

Wenn bei dem Klinikaufenthalt u.a. die Beziehung zu den Kindern bearbeitet und aktiv verbessert werden soll, dann macht ein Aufenthalt ohne Kinder ja nicht wirklich Sinn, oder? Was raten denn die Behandler deiner Schwiegertochter?
Falls dein Sohn sich trennen sollte, könnte er ja die Kinder zu sich nehmen. Er scheint ja der wesentlich stabilere und für Erziehung geeignetere Elternteil zu sein. Schichtarbeit ist natürlich schwierig, aber mit Muttischicht (heißt das, dauerhaft von 8 bis 4??) könnte das ja klappen. Könntest du auch unterstützen?

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12. Oktober 2019 um 21:03
In Antwort auf orchideenblatt

Wenn bei dem Klinikaufenthalt u.a. die Beziehung zu den Kindern bearbeitet und aktiv verbessert werden soll, dann macht ein Aufenthalt ohne Kinder ja nicht wirklich Sinn, oder? Was raten denn die Behandler deiner Schwiegertochter?
Falls dein Sohn sich trennen sollte, könnte er ja die Kinder zu sich nehmen. Er scheint ja der wesentlich stabilere und für Erziehung geeignetere Elternteil zu sein. Schichtarbeit ist natürlich schwierig, aber mit Muttischicht (heißt das, dauerhaft von 8 bis 4??) könnte das ja klappen. Könntest du auch unterstützen?

Sie geht auf Verlangen des Jugendamtes, sie war nie vorher deswegen bei einem Arzt. Sie hat ja fast kein Interesse an ihren Kindern,kümmert sich nicht um Kleidung und Essen und verletzt ständig ihre Aufsichtspflicht. Ich werde mich mit Sicherheit mit um die Kinder kümmern ,da sie ja auch so schon oft bei mir sind. Von den anderen Großeltern kommt keinerlei Interesse. Ich habe die kommende Woche mit meinem Sohn gemeinsam einen Termin beim Jugendamt,da werden wir das auch vortragen.

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10. November 2019 um 7:35
In Antwort auf vogelfoerster

Sie geht auf Verlangen des Jugendamtes, sie war nie vorher deswegen bei einem Arzt. Sie hat ja fast kein Interesse an ihren Kindern,kümmert sich nicht um Kleidung und Essen und verletzt ständig ihre Aufsichtspflicht. Ich werde mich mit Sicherheit mit um die Kinder kümmern ,da sie ja auch so schon oft bei mir sind. Von den anderen Großeltern kommt keinerlei Interesse. Ich habe die kommende Woche mit meinem Sohn gemeinsam einen Termin beim Jugendamt,da werden wir das auch vortragen.

Derzeitiger Stand: Jugendamt war keine Hilfe ,im Gegenteil. Sie wollten den Aufenthalt gerichtlich mit einstweiliger Verfügung,zwecks Kindeswohlgefährdung durchsetzen.  Wir konnten dem Gericht sehr glaubhafte Beweise über die Erziehungsunfähigkeit der Mutter ( Schulden, Nichteinhaltung von ärztlichen Anweisungen, Beinaheverlust des Kitaplatzes usw.) vorlegen. Ein Anwalt hat die Kinder zu hause beim Vater besucht und spielerisch befragt. Das Urteil des Gerichtes war hart für die Mutter. Sie darf in Zukunft ihre Kinder wöchentlich ,nur für zwei Stunden unter Aufsicht sehen und sie bleiben beim Vater. Das Jugendamt war geschockt,vielleicht auch deshalb,weil sie den Lügen der Mutter geglaubt hatten,welche ihre böswilligen Anschuldigungen ohne Beweise gemacht hat. 
Fazit : Ein guter Anwalt und eine gute Beweislage sind in Sorgerechtsstreitigkeiten unbedingt notwendig.

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