Forum / Recht & Unrecht

Was kostet eine Scheidung?

12. Januar um 18:18 Letzte Antwort: 12. Februar um 10:40

Hallo Zusammen,

mein Mann und ich verstehen uns bereits seit einiger Zeit nicht mehr, wir haben uns einfach nichts mehr zu sagen und wenn wir dann doch mal miteinander reden, dann endet es immer nur im Streit.

Nun habe ich mich dazu entschieden mich von meinem Mann zu trennen und mich scheiden zu lassen. Da ich Coronabedingt leider zurzeit in Kurzarbeit bin habe ich allerdings Sorge, dass ich mir eine Scheidung gar nicht leisten kann...

Ich wollte daher fragen, ob hier jemand Erfahrungen damit hat wie viel eine Scheidung ca. Kostet und was man machen kann, wenn man sich das nicht leisten kann.

Vielleicht weiß hier ja jemand ob beispielsweise auch eine Ratenzahlung oder staatliche Unterstützung möglich wäre.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir eure Erfahrungen diesbezüglich mitteilen könntet.
 

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12. Januar um 19:01

Ich hab das irgendwann mal gegooglet und da blieb mir im Hinterkopf, dass eine Scheidung das dreifache von eurem Monatseinkommen kostet. Da sist dann der Streitwert oder so.
Möglicherweise noch Anwaltskosten obendrauf? Google hilft da bestimmt weiter, das kommt wohl tatsächlich auf euer Einkommen drauf an und ist ganz unabhängig von der Situation jener, die sich schon haben scheiden lassen.

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14. Januar um 16:28
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Hallo Zusammen,

mein Mann und ich verstehen uns bereits seit einiger Zeit nicht mehr, wir haben uns einfach nichts mehr zu sagen und wenn wir dann doch mal miteinander reden, dann endet es immer nur im Streit.

Nun habe ich mich dazu entschieden mich von meinem Mann zu trennen und mich scheiden zu lassen. Da ich Coronabedingt leider zurzeit in Kurzarbeit bin habe ich allerdings Sorge, dass ich mir eine Scheidung gar nicht leisten kann...

Ich wollte daher fragen, ob hier jemand Erfahrungen damit hat wie viel eine Scheidung ca. Kostet und was man machen kann, wenn man sich das nicht leisten kann.

Vielleicht weiß hier ja jemand ob beispielsweise auch eine Ratenzahlung oder staatliche Unterstützung möglich wäre.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir eure Erfahrungen diesbezüglich mitteilen könntet.
 

Hallo Sommertraum,

tut mir leid, dass deine persönliche SItuation gerade nicht so gut aussieht. Ich hoffe, dass dir die Trennung dabei hilft, einen Neustart zu wagen. Das funktioniert sicher besser, wenn dich die Scheidungskosten nicht überfordern.

schnuckweldev hat recht damit, dass das Einkommen für die Berechnung der Scheidungskosten maßgeblich ist. Wenn du "Scheidungskostenrechner" googlest kannst du bei vielen Anbietern dein Einkommen und das deines Mannes eingeben und die Scheidungskosten berechnen.

Für staatliche Unterstützung, im rechtlichen Sprachgebrauch Verfahrenskostenhilfe (allgemein auch als Prozesskostenhilfe bekannt), gibt es strenge Voraussetzungen. Die wichtigste ist, dass du nur über ein geringes Einkommen und über kein Vermögen verfügst. Weiterhin muss das Gericht die Erfolgsaussichten deines Verfahrens als gut einschätzen. Zudem darfst du das Verfahren nicht nicht führen, wenn du die Kosten selber tragen müsstest (fehlende Mutwilligkeit). Da, wie du siehst, das nicht unkompliziert ist, kannst du dich von einem Anwalt, in einem Erstgespräch teilweise sogar kostenlos, beraten lassen.

Alles Gute!

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19. Januar um 10:15

Es gibt aber am Ende des Tages immer darauf an, wie 
schnell man sich einigt.

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19. Januar um 17:17
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Hallo Sommertraum,

tut mir leid, dass deine persönliche SItuation gerade nicht so gut aussieht. Ich hoffe, dass dir die Trennung dabei hilft, einen Neustart zu wagen. Das funktioniert sicher besser, wenn dich die Scheidungskosten nicht überfordern.

schnuckweldev hat recht damit, dass das Einkommen für die Berechnung der Scheidungskosten maßgeblich ist. Wenn du "Scheidungskostenrechner" googlest kannst du bei vielen Anbietern dein Einkommen und das deines Mannes eingeben und die Scheidungskosten berechnen.

Für staatliche Unterstützung, im rechtlichen Sprachgebrauch Verfahrenskostenhilfe (allgemein auch als Prozesskostenhilfe bekannt), gibt es strenge Voraussetzungen. Die wichtigste ist, dass du nur über ein geringes Einkommen und über kein Vermögen verfügst. Weiterhin muss das Gericht die Erfolgsaussichten deines Verfahrens als gut einschätzen. Zudem darfst du das Verfahren nicht nicht führen, wenn du die Kosten selber tragen müsstest (fehlende Mutwilligkeit). Da, wie du siehst, das nicht unkompliziert ist, kannst du dich von einem Anwalt, in einem Erstgespräch teilweise sogar kostenlos, beraten lassen.

Alles Gute!

Vielen Dank für diese wirklich ausführliche Antwort!

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26. Januar um 14:11
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Hallo Zusammen,

mein Mann und ich verstehen uns bereits seit einiger Zeit nicht mehr, wir haben uns einfach nichts mehr zu sagen und wenn wir dann doch mal miteinander reden, dann endet es immer nur im Streit.

Nun habe ich mich dazu entschieden mich von meinem Mann zu trennen und mich scheiden zu lassen. Da ich Coronabedingt leider zurzeit in Kurzarbeit bin habe ich allerdings Sorge, dass ich mir eine Scheidung gar nicht leisten kann...

Ich wollte daher fragen, ob hier jemand Erfahrungen damit hat wie viel eine Scheidung ca. Kostet und was man machen kann, wenn man sich das nicht leisten kann.

Vielleicht weiß hier ja jemand ob beispielsweise auch eine Ratenzahlung oder staatliche Unterstützung möglich wäre.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir eure Erfahrungen diesbezüglich mitteilen könntet.
 

Hallo Sommertraum, 

ich weiß, dass meine Eltern als sie endlich mal nach gefühlten 100 Jahren gerafft haben, das eine Scheidung Sinn macht, einen Ehevertrag beim Notar gemacht haben. Meine Eltern haben anschließend beide gesagt, dass sie so preiswerter durch die Scheidung gegangen sind....ob das stimmt weiß ich nicht, aber zumindest haben sie ihr Haus verkauft und hatten dann beide wenigstens finanziell etwas von der Misere

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12. Februar um 10:40

So genau kann man das nie sagen, aber ich habe auch schon mehrfach gehört, dass wenn man einen Ehevertrag hat, man einiges sparen kann bei einer Scheidung

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