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Weiterbildung neben Vollzeitjob in Schwangerschaft?

21. Januar 2013 um 21:39

Hallo liebe Forumsmitglieder

Ich wende mich heute mit folgender Frage an euch:

Ich bin derzeit in der 9. Woche schwanger und arbeitet in Vollzeit. Seit vielen Jahren bereits strebe ich eine Weitbildung zur Geprüften Rechtsfachwirtin an. Bisher hat es nie geklappt (im alten Büro: "Das brauchst Du bei uns nicht.", dann ein Finanzierungsproblem, dann zu wenige Teilnehmer und dann mein/unser Kinderwunsch). Da der Kinderwunsch lange nur ein Wunsch blieb, hatte ich nicht mehr damit gerechnet schwanger zu werden und wollte nun Anfang 2013 die 2-jährige Weiterbildung (neben meiner Vollzeittätigkeit) beginnen. Später stellte sich heraus, dass ich bei diesem Entschluss bereits schwanger war

Mein Arbeitgeber möchte auch, dass ich diese Weiterbildung nun in Angriff nehme (weiß bereits von SS) und die Schule, welche inzwischen eine ausreichende Teilnehmeranzahl zusammen hat, erwartet meine Zu- oder Absage binnen 3 Tagen. Jetzt bin aber in der Zwickmühle...

Einerseits wäre es sicherlich ein guter Zeitpunkt, um diese Weiterbildung zu beginnen (Elternzeit). Andererseits... Meine Ärztin bzw. deren Mitarbeiter haben mich mal auf das MuschG hingewiesen, mit welchem ich mich vorher nie befassen musste. Dort steht ja geschrieben, dass ich täglich lediglich 8,5 Stunden arbeiten darf (mit oder ohne Pause?). Ich arbeite jeweils Montag und Dienstag 10 Stunden, Mittwoch und Donnerstag 9 Stunden, damit mir mein "heiliger kurzer Freitag" bleibt (4 Stunden). Ich habe damit eine normale 40-Std.-Woche, arbeite aber an 4 von 5 Tagen mehr als 8,5 Stunden - eine Mittagspause mache ich bereits seit geraumer Zeit nicht mehr mit. Wenn ich nun nebenbei noch diese Weiterbildung anfange, habe ich auch den kurzen Freitag nicht mehr, denn die Schule (ca. 1 Std. Fahrt einfach) müsste ich jeden Freitagabend (ca. 3 Std.) und alle 2 Wochen Samstagvormittag (ca. 6 Std.) besuchen.

Ich habe nun die Befürchtung, dass ich mir damit zu viel zumute (diese Weiterbildung soll ja extrem schwer sein und mit einer hohen "Durchfallquote") - auch ob wir damit gegen das MuschG verstoßen würden?

Meine Schwangerschaft verlief bisher nicht ganz problemlos. Ich habe deswegen kürzlich eine Woche im Krankenhaus verbracht und war auch danach noch krank geschrieben (Bettruhe). Momentan geht es mir (uns ) aber wieder gut.

Ich hoffe, das war jetzt nicht zu viel Text. Ich bin zur Zeit echt überfragt, wie ich mich verhalten soll. Das Baby geht in jedem Falle vor. Wenn es erst mal auf der Welt ist, werde ich aber sicherlich auch keine 2-jährige Weiterbildung neben dem Beruf mehr anfangen.

Könnt ihr mir einen Rat geben auch wegen Arbeitszeiten an sich?

Vielen lieben Dank im Voraus!

BK

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23. Januar 2013 um 15:59

Hallo!
Also ich würde diese Weiterbildung auf jeden Fall antreten, ich bin da aber auch recht ehrgeizig.
Wenn Du dann merkst es wird zu stressig, kannst Du ja jederzeit aussteigen.
Aber von vornerein zu passen finde ich nicht gut, zumal man sowas auch irgendwann bereuen kann...

Zu den Arbeitszeiten weiß ich von mir, dass man sich nicht an die Zeiten des MuSchuGesetz halten MUSS. Die Schwangere kann darauf bestehen, muß es aber nicht wenn sie sich wohl fühlt und gerne so weiter arbeiten möchte.
Wie heißt das Sprichwort: "Wo kein Kläger, da kein Richter..."!
Also hier sehe ich erstmal kein Problem!

Alles alles Gute und eine schöne Schwangerschaft!

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23. Januar 2013 um 19:50
In Antwort auf florina911

Hallo!
Also ich würde diese Weiterbildung auf jeden Fall antreten, ich bin da aber auch recht ehrgeizig.
Wenn Du dann merkst es wird zu stressig, kannst Du ja jederzeit aussteigen.
Aber von vornerein zu passen finde ich nicht gut, zumal man sowas auch irgendwann bereuen kann...

Zu den Arbeitszeiten weiß ich von mir, dass man sich nicht an die Zeiten des MuSchuGesetz halten MUSS. Die Schwangere kann darauf bestehen, muß es aber nicht wenn sie sich wohl fühlt und gerne so weiter arbeiten möchte.
Wie heißt das Sprichwort: "Wo kein Kläger, da kein Richter..."!
Also hier sehe ich erstmal kein Problem!

Alles alles Gute und eine schöne Schwangerschaft!

Vielen Dank....
...zunächst für Deine Antwort

Ich bin nun leider seit heute wieder krank geschrieben, da ich gestern wieder Blutungen bekommen habe
Wohlgemerkt nach meinen ersten beiden Arbeitstagen nach der letzten Krankschreibung (je wieder 10 Stunden ohne Pause). Letzte Woche ging es mir komischerweise gut und nun gehts wieder los. Ob es da vielleicht doch einen Zusammenhang gibt?

Zu der Weiterbildung: Jederzeit aussteigen kann ich dort nicht. Die Lehrgangskosten + Material + Prüfungskosten + Fahrtkosten betragen insgesamt ca. 5.000,00 . Also wenn, dass MUSS ich die 2 Jahre durchziehen und auch bestehen. Eigentlich gibt es keinen besseren Zeitpunkt. Ich habe eben nur Sorge, dass das fürs Baby nicht gut wäre, da zu viel Stress. Ich denke, wenn ich meine Arbeitszeiten reduziert bekomme, dann gehts los. Dann gibts keine Frage mehr.

Ab heute bin ich übrigens in der 10. Woche

LG BK

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24. Januar 2013 um 13:21
In Antwort auf beatricek84

Vielen Dank....
...zunächst für Deine Antwort

Ich bin nun leider seit heute wieder krank geschrieben, da ich gestern wieder Blutungen bekommen habe
Wohlgemerkt nach meinen ersten beiden Arbeitstagen nach der letzten Krankschreibung (je wieder 10 Stunden ohne Pause). Letzte Woche ging es mir komischerweise gut und nun gehts wieder los. Ob es da vielleicht doch einen Zusammenhang gibt?

Zu der Weiterbildung: Jederzeit aussteigen kann ich dort nicht. Die Lehrgangskosten + Material + Prüfungskosten + Fahrtkosten betragen insgesamt ca. 5.000,00 . Also wenn, dass MUSS ich die 2 Jahre durchziehen und auch bestehen. Eigentlich gibt es keinen besseren Zeitpunkt. Ich habe eben nur Sorge, dass das fürs Baby nicht gut wäre, da zu viel Stress. Ich denke, wenn ich meine Arbeitszeiten reduziert bekomme, dann gehts los. Dann gibts keine Frage mehr.

Ab heute bin ich übrigens in der 10. Woche

LG BK

Hast Du denn einen
anstrengenden Job? Wenn ich es richtig verstanden habe, arbeitest Du in einem Büro? Körperlich dürfte es ja dann nicht so anstrengend sein...
Was rät denn der Arzt?

Also meine Überlegung wäre auch die Arbeitszeit etwas zu reduzieren, sofern das möglich ist!

Liebe Grüße

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25. Januar 2013 um 19:58
In Antwort auf florina911

Hast Du denn einen
anstrengenden Job? Wenn ich es richtig verstanden habe, arbeitest Du in einem Büro? Körperlich dürfte es ja dann nicht so anstrengend sein...
Was rät denn der Arzt?

Also meine Überlegung wäre auch die Arbeitszeit etwas zu reduzieren, sofern das möglich ist!

Liebe Grüße

Nun ja,
nur weil ich einen "Bürojob" habe, heißt das ja nicht, dass ich keinen stressigen Job hab

Meine Ärztin ist da so ein Sonderfall... Sie mag mich nicht War aber schon immer so... Hab diese Blutungen schon von Anfang an meiner Schwangerschaft, wobei ich 2 Wochen nach meinem positiven Test meine Ärztin gar nicht erreichen konnte. Nicht, dass was von Urlaub o.ä. aufm AB gequatscht war. Nö... Ging einfach keiner ran und als ich dort vorbei gefahren bin, war auch kein Schild an der Tür, was irgendwie darauf schließen ließ, dass keiner da ist (ok, war um die Weihnachtszeit, aber danach?!). Na ja, jedenfalls wusste sie ab der ersten Untersuchung und Feststellung der Schwangerschaft Bescheid, hat aber wohl nicht interessiert und ich bin gleich nach diesem Termin wieder auf Arbeit gewackelt... Blutungen gingen natürlich nicht weg, bis es 1 Woche später so schlimm wurde, dass ich ins KKH musste und dann wurde sich dort wenigstens mal gekümmert, wobei allgemeines Kopfschütteln wg. das Verhaltens meiner Ärztin herrschte. Wollte wechseln, aber das ist hier nicht so einfach, weil neue Patienten größtenteils gar nicht mehr aufgenommen werden. Aber ich schweife ab

Also, eine Mitarbeiterin meiner Ärztin meinte, dass Stress durchaus ein Auslöser für Blutungen sein kann. Auch im www findet man hierzu einige Einträge. Meine Ärztin meinte: "Och, dann wären aber um 45 herum gar keine Kinder geboren." Hmm, muss ich so hinnehmen. Ich hab das ja nicht studiert

Meine Arbeitszeiten zu reduzieren ist grundsätzlich möglich. Zumindest die täglichen, wobei ich zunächst bei Vollzeit bleiben möchte. Wenn dass immer noch nicht reicht, muss nochmals neu geplant werden.

Bzgl. der Weiterbildung meinte meine Ärztin nur "Das müssen Sie selber wissen. Da kann ich nix zu sagen." Hmm... Na gut, eine Variante wäre es die Wochenendstunden für die Weiterbildung unter der Woche weniger zu arbeiten. Nur ne Idee...

Werde nun ab nächster Woche wieder arbeiten gehen, obwohl gesundheitlich noch keine Verbesserung bisher (nehme auch Medikamente seit KKH), aber ich habe ohnehin kommenden Mittwoch regulär wieder einen Termin bei meiner Ärztin. Dann kann ichs ja wieder ansprechen.

Maaan, meinetwegen kann ich die mich anzicken, wie sie will, aber ich will, dass es Baby gut geht. Wenn was schief geht, halten doch alle unschuldig die Hände hoch. Das Problem hab ja dann nur ich (und mein Freund).

LG BK

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