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Wer kennt sich aus?

6. März 2015 um 12:30

Ich arbeite seit 1. Januar nicht mehr, weil mein Chef das ab dem 3. Schwangerschaftsmonat nicht will. Von meinem Frauenarzt habe ich kein Berufsverbot bekommen, nur ein Attest für den Mutterschutz ab Ende Mai. Jetzt gibt es ein paar Probleme mit den Zahlungen von meinem Chef und ich möchte wissen: Darf mein Frauenarzt mir RÜCKWIRKEND ab dem 1. Januar das Berufsverbot ausschreiben?

Freue mich über Antworten, da es sehr dringend ist.

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6. März 2015 um 16:44

Danke für die Antwort
Also ich bekomme schon mein Gehalt weiterbezahlt und er holt es sich über die KK zurück. Jetzt ist aber das Problem: ich hatte noch einige Urlaubstage und viele Überstunden von 2014 übrig. Mein Chef hat erst gesagt, dass er mir diese auszahlt. Ich habe aber nix bekommen und habe heute mal nachgefragt. Er hat gesagt, dass er meine Urlaubstage und meine Überstunden mit dem Monat Januar verrechnet hat und ich somit wieder auf 0 stehe und er mir nichts auszahlen braucht. Hätte ich von meinem FA ein BV ab 1. Januar bekommen, müsste er mir alles auszahlen (über 600). Finde es ziemlich gemein, dass er mir das unterschlägt und ich somit umsonst meine ganzen Urlaubstage und Überstunden aufgehoben habe. Deswegen bräuchte ich rückwirkend das BV ab 1. Januar von meinem FA. Ich arbeite übrigens in einem Krankenhaus, weshalb ich nicht mehr arbeiten darf.

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6. März 2015 um 23:52

Genau
Mein AG wollte,dass ich ab Januar aufhöre, weil da die ersten 3 Schwangerschaftsmonate vorüber sind und danach ist es im Krankenhaus zu gefährlich (schwer heben etc). Er sagte mir dann am Telefon, dass er mir meine Überstunden und Arbeitstage ausbezahlt und ich meinen Lohn weiterbekomme und er sich das über die KK wiederholt. Ich habe im Januar ganz normal meinen Lohn bekommen und im Februar auch. Aber meine Überstunden und Urlaubstage waren auf der Lohnabrechnung plötzlivh auf "0" gesetzt. Habe ihn dann heute mal angerufen und gefragt, wann die Zahlung für meine Überstunden und Urlaub kommt. Er hat gesagt "ich habe die ersten zwei Januarwochen deine Überstunden und Arbeitstage abgebaut. Du hast von deinem FA kein Berufsverbot ab Januar bekommen, also kann ich das so machen".

Ich habe also nur meinen Lohn ganz normal bekommen.

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7. März 2015 um 0:08
In Antwort auf kimmelody

Genau
Mein AG wollte,dass ich ab Januar aufhöre, weil da die ersten 3 Schwangerschaftsmonate vorüber sind und danach ist es im Krankenhaus zu gefährlich (schwer heben etc). Er sagte mir dann am Telefon, dass er mir meine Überstunden und Arbeitstage ausbezahlt und ich meinen Lohn weiterbekomme und er sich das über die KK wiederholt. Ich habe im Januar ganz normal meinen Lohn bekommen und im Februar auch. Aber meine Überstunden und Urlaubstage waren auf der Lohnabrechnung plötzlivh auf "0" gesetzt. Habe ihn dann heute mal angerufen und gefragt, wann die Zahlung für meine Überstunden und Urlaub kommt. Er hat gesagt "ich habe die ersten zwei Januarwochen deine Überstunden und Arbeitstage abgebaut. Du hast von deinem FA kein Berufsverbot ab Januar bekommen, also kann ich das so machen".

Ich habe also nur meinen Lohn ganz normal bekommen.

Und..
Egal ob das rechtens ist was er macht oder nicht. Wäre es nicht möglich, dass meine FA mir dann Rückwirkend das BV Attestiert seit 1. Januar? Mein Chef hat es mir nur mündlich ersteilt. Wenn ich von meiner FA etwas schriftliches hab, dann muss er mir ja das alles noch auszahlen, oder? Ich arbeite ja seit 1. Januar nicht mehr.

Mein größtes Problem ist einfach, dass er mir mündlich am Telefon gesagt hat, dass er mir meine Überstunden und Urlaubstage auszahlt. Ich habe keinen Cent um etwas fürs Kinderzimmer etc. Zu kaufen und habe das Geld FEST für Kinderwagen usw. eingeplant. Ich weiß nun einfach nicht, wovon ich das alles zahlen soll.

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9. März 2015 um 12:16

Also wenn ich es richtig verstehe,
hat der Arbeitgeber doch ein BV ausgestellt?! Denn Du schreibst ja, er bekommt das Gehalt für Dich von der KK zurück.
Dann hat er es einfach so gemacht, dass er das BV z.B. erst ab dem 15.01. ausgestellt hat und zuvor die Überstunden/Urlaub verrechnet hat ... !

Warum er nun allerdings ein BV vom Arzt möchte, verstehe ich nicht weil das von IHM ja ausreicht und man nicht zweierlei braucht.
Meiner Meinung einfach eine Verwirrungstaktik, um von seinem miesen Verhalten abzulenken!!

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9. März 2015 um 12:18
In Antwort auf florina911

Also wenn ich es richtig verstehe,
hat der Arbeitgeber doch ein BV ausgestellt?! Denn Du schreibst ja, er bekommt das Gehalt für Dich von der KK zurück.
Dann hat er es einfach so gemacht, dass er das BV z.B. erst ab dem 15.01. ausgestellt hat und zuvor die Überstunden/Urlaub verrechnet hat ... !

Warum er nun allerdings ein BV vom Arzt möchte, verstehe ich nicht weil das von IHM ja ausreicht und man nicht zweierlei braucht.
Meiner Meinung einfach eine Verwirrungstaktik, um von seinem miesen Verhalten abzulenken!!

Da wo die Pünktchen stehen
stand der Begriff für das Loch im Hinterteil...

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9. März 2015 um 13:55

Also..
Danke erstmal für eure Hilfe!

Also kann ich davon ausgehen, dass mein Chef mich übers Ohr gehauen hat und ich einfach Pech gehabt habe oder? Rechtlich möchte ich nicht gegen ihn vorgehen, weil ich ab Ende 2016 eigentlich wieder in dem Krankenhaus anfangen will (aus finanziellen Gründen). Andererseits fühle ich mich von meinem Chef verar***t.

@florina: Mein Chef möchte kein BV von meinem Arzt. Ich wollte wissen, ob ICH mir rückwirkend ein BV von meinem FA ausstellen lassen kann. Denn wenn dies ab 1. Januar möglich wäre...dann hätte er mir ja praktisch ab da keine Überstunden und Urlaubstage verrechnen können. Verstehst du was ich meine?

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10. März 2015 um 10:43
In Antwort auf kimmelody

Also..
Danke erstmal für eure Hilfe!

Also kann ich davon ausgehen, dass mein Chef mich übers Ohr gehauen hat und ich einfach Pech gehabt habe oder? Rechtlich möchte ich nicht gegen ihn vorgehen, weil ich ab Ende 2016 eigentlich wieder in dem Krankenhaus anfangen will (aus finanziellen Gründen). Andererseits fühle ich mich von meinem Chef verar***t.

@florina: Mein Chef möchte kein BV von meinem Arzt. Ich wollte wissen, ob ICH mir rückwirkend ein BV von meinem FA ausstellen lassen kann. Denn wenn dies ab 1. Januar möglich wäre...dann hätte er mir ja praktisch ab da keine Überstunden und Urlaubstage verrechnen können. Verstehst du was ich meine?

Ja, ich verstehe,
auch die Aussage von Deinem Chef, dass er das so darf weil dein Arzt kein BV ausgestellt hat, ist das Letzte.
Denn ER hat ja eins ausgestellt ab dem 15.01.!
Richtig fiese Nummer ist das!

Selbst wenn es rechtlich möglich wäre so lange rückwirkend (ich hab da auf die Schnelle nichts dazu gefunden), ist es eher unwahrscheinlich, dass Dein Arzt das auf sich nimmt. Da müßte er schon sehr locker bzgl. BV eingestellt sein. Da hilft nur ihn selbst danach zu fragen!

In Deinem Fall ist das Ausstellen des BV sowieso Sache des Chefs, da dieser Dir keine schwangerengerechte Arbeit bieten kann. Es gibt ja keine medizinische Veranlassung für das BV!!

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10. März 2015 um 10:53
In Antwort auf florina911

Ja, ich verstehe,
auch die Aussage von Deinem Chef, dass er das so darf weil dein Arzt kein BV ausgestellt hat, ist das Letzte.
Denn ER hat ja eins ausgestellt ab dem 15.01.!
Richtig fiese Nummer ist das!

Selbst wenn es rechtlich möglich wäre so lange rückwirkend (ich hab da auf die Schnelle nichts dazu gefunden), ist es eher unwahrscheinlich, dass Dein Arzt das auf sich nimmt. Da müßte er schon sehr locker bzgl. BV eingestellt sein. Da hilft nur ihn selbst danach zu fragen!

In Deinem Fall ist das Ausstellen des BV sowieso Sache des Chefs, da dieser Dir keine schwangerengerechte Arbeit bieten kann. Es gibt ja keine medizinische Veranlassung für das BV!!

Und
um mal deutlich zu machen, wie sehr sich einige Ärzte anstellen ein BV auszustellen:
Ich hatte ab der 27. SSW eine Muttermundschwäche und durfte nicht arbeiten vom Arzt aus, wegen der Gefahr einer Frühgeburt.
Aber ein BV gabs nicht!! Ich hab eindringlich danach gefragt und es hieß, die Diagnose sei nicht gravierend genug.

Ich wäre also schwangerschaftsbedingt trotzt ausdrücklichem Arbeitsverbot in den Krankngeldbezug gerutscht, WENN ich nicht so einen tollen Hausarzt gehabt hätte, der es mir ausgestellt hat. Hausärzte dürfen es auch!

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13. März 2015 um 17:41

Ich kenne mich aus.
Der Arzt kann nicht rückwirkend ein Beschäftigungsverbot aussprechen, und aktuell kann er das auch nur dann, wenn Du aus medizinischen Gründen, d.h. schwangerschaftsbedingt nicht mehr arbeiten kannst. Das muss er dann ggf. auch vertreten können.
Wenn der Arbeitgeber nicht "wollte" dass du nach dem 3. Monat noch arbeitest, solltest du nach den Gründen fragen. Der Arbeitgeber ist für deine Sicherheit verantwortlich und darf dich nur so beschäftigen, dass deine Gesundheit und Leben und Gesundheit des Kindes durch die Arbeit nicht gefährdet werden. Wenn die Arbeit nicht für Schwangere geeignet ist, muss er dich umsetzen an einen geeigneten Arbeitsplatz. Wenn das nicht möglich ist, kann er ein Beschäftigungsverbot aussprechen. Aber auch das muss stichhaltig sein. Wenn alles korrekt ist, kann er dein Gehalt/Lohn von der Umlagekasse erstatten lassen. Weiterzahlen muss er dich in jedem Fall, weil du Kündigungschutz hast. Im Zweifelsfall wende dich an die Aufsichtsbehörde.

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