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Wie Erbschaftssteuer sparen?

Letzte Nachricht: 23. August 2021 um 19:27
seoultownroad
seoultownroad
12.08.21 um 13:28

Entfernte Verwandte von mir überlegen aktuell, ob sie mir ihr Häuschen vermachten wollen, weil sie keine Kinder haben und wir uns sehr gut verstehen. Freut mich natürlich total, dass sie dabei an mich denken, aber als ich gesehen habe, welche hohe Steuer im Erbschaftsfall für mich anfällt, hätte es mir beinahe die Schuhe ausgezogen. Gibt es keine Möglichkeit, dass man da nicht soviel Geld an Vater Staat abdrücken muss?

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D
dickunddoof
23.08.21 um 18:26

Ihr könntet durch Schenkungen und Nutzung von Freibeträgen die Steuerlast senken.

Wenn deine Verwandten beide im Grundbuch stehen, als Miteigentümer/Bruchteilseigentümer, könnten sie beide einen Teil ihres jeweiligen Eigentums am Haus bereits jetzt zu Lebzeiten schenken. Du hast gegenüber jedem von beiden einen Schenkungsfreibetrag von 20.000 Euro.

Im Erbfall kommt ein Erbschaftsfreibetrag von nochmal 20.000 Euro jedem der beiden gegenüber hinzu.

Also bsphaft
Häuschen 100.000 wert
jeder ist zur Häfte,  also zu 50.000 Eigentümer
Jeder schenkt dir noch zu Lebzeiten von seinem Anteil einen Wert-Anteil von 20.000, der  - weil Freibetrag - nicht versteuert werden muss.
Im Erbfall, du müsstest also bei beiden zumindest Miterbe werden (überlebender Ehegatte darf also nicht alleine erben), kommt ein weiterer Freibetrag, diesmal als Erbschaftsfreibetrag, hinzu.
Du müsstest also von dem 100.000 Euro Häuschen letzlich nur 20.000 Euro versteuern.

Schenkungsfreibeträge kann man alle 10 Jahre nutzen.
Abhängig vom Alter deiner Verwandtn kämen hier also vielleicht sogar mehrer Schenkungen in Betracht.

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M
mausbeer
23.08.21 um 18:35

Coole Idee - aber wenn einer oder beide ins Pflegeheim muss, dann wird die Schenkung wieder rückgängig gemacht, wenn das Geld soweit verbraucht ist. Dass dann nicht mehr so geil 🙈 außerdem muss man als Eigentümer auch alle rechten und Pflichten vorher dann übernehmen - steuern etc. bezahlen 

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D
dickunddoof
23.08.21 um 19:27
In Antwort auf mausbeer

Coole Idee - aber wenn einer oder beide ins Pflegeheim muss, dann wird die Schenkung wieder rückgängig gemacht, wenn das Geld soweit verbraucht ist. Dass dann nicht mehr so geil 🙈 außerdem muss man als Eigentümer auch alle rechten und Pflichten vorher dann übernehmen - steuern etc. bezahlen 

Schon richtig.
Aber wenn die Verwandten pflegebedürftig werden sollten, wäre das Häuschen so oder so weg. Denn dann müßte es verkauft/veräußeet, werden, im Zweifel im Wege einer Teilungsverstegerung, um die Heimkosten etc. aufbringen zu können.

Natürlich müsste die TE bereits auch als Eigentümerin Steuern, Grundsteuer,  zahlen - zumindest pro forma nach außen hin. Ob die nicht im Innenverhältnis von ihren Verwandten getragen würden, wäre ja dann interne Absprache zwischen den dreien.

Aber wäre ich an Stelle der TE würde ich das mit der Schenkung wahrscheinlich versuchen. Die Risiken und Kosten sind überschaubar

 

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