Home / Forum / Recht & Unrecht / Wird mein lohn angerechnet,auf den unterhalt meines freundes

Wird mein lohn angerechnet,auf den unterhalt meines freundes

25. September 2008 um 21:34

hallo ihr liebe,hab da mal ne frage.mein freund und ich wollen zusammen ziehen.er hat einen sohn,für den er unterhalt zahlen muss.er hätte mal gehört,dass mein lohn auf die höhe,seines zu zahlenden Unterhalts angerechnet wird.
Ich war eigentlich der meinung,dass wenn er ne neue familie hat und dann noch ein weiteres Kind,das der Unterhalt für sein ersten sohn niedriger wird,da er ja eine familie für die er sorgen muss.
könnt ihr mir da ne auskunft geben oder wo ich mal nachfragen kann?
danke schon mal im vorraus

Mehr lesen

25. September 2008 um 22:13

Hmm
könnte schon sein, dass dein Lohn mit angerechnet wird..
dann aber auch du selbst als Person, welche davon leben muss und auch euer gemeinsames Kind.
Kann mir vorstellen, dass eure Lebenshaltungskosten als 3-Personen-Haushalt mehr ins Gewicht fallen werden, bei einem durchschnittlichen Verdienst..

Gefällt mir

25. September 2008 um 23:00

Das wäre ja der Hammer!
Hallo???!!!
Das heißt Du müßtest indirekt für seinen Sohn zahlen?
Ich glaube das bringt selbst unser Staat nicht!

Sein Unterhalt für den Sohn wird erst niedriger wenn er an den Selbstbehalt kommt!

Gefällt mir

26. September 2008 um 1:08
In Antwort auf nora1451

Das wäre ja der Hammer!
Hallo???!!!
Das heißt Du müßtest indirekt für seinen Sohn zahlen?
Ich glaube das bringt selbst unser Staat nicht!

Sein Unterhalt für den Sohn wird erst niedriger wenn er an den Selbstbehalt kommt!

Hallo
dann müsste ja der Vater meines Sohnes,durch den Zusammenzug mit seiner Freundin auch mehr Unterhalt an mich zahlen. Tut er aber nicht. Ich kannst mir nicht vorstellen,dass mein Freund dadurch mehr Zahlen muss. Ehr weniger. Vor allem,wenn er dann noch mit mir ein Kind kriegt. Aber wo kann ich mich erkundigen?beim Jugendamt?

Gefällt mir

26. September 2008 um 19:27
In Antwort auf ichbins251

Hallo
dann müsste ja der Vater meines Sohnes,durch den Zusammenzug mit seiner Freundin auch mehr Unterhalt an mich zahlen. Tut er aber nicht. Ich kannst mir nicht vorstellen,dass mein Freund dadurch mehr Zahlen muss. Ehr weniger. Vor allem,wenn er dann noch mit mir ein Kind kriegt. Aber wo kann ich mich erkundigen?beim Jugendamt?

In Unterhaltsfragen..
.. sind die idR der Ansprechpartner dafür.
Müsste eigentlich feste Sätze gebn.
Vielleicht gibts ja ein Infoblatt.

Gefällt mir

26. September 2008 um 21:44

Hm...
sein SB wird gesenkt, wegen Kostenersparnis des Zusammenlebens...

SB wenn er allein lebt. hier in BW 900
SB wenn er mit jemanden zusammen lebt 720

Gefällt mir

26. September 2008 um 22:49
In Antwort auf saraa33

Hm...
sein SB wird gesenkt, wegen Kostenersparnis des Zusammenlebens...

SB wenn er allein lebt. hier in BW 900
SB wenn er mit jemanden zusammen lebt 720

Aber wenn er
noch ein Kind hat, sprich ne Familie zu ernähren hat müßte der SB doch steigen.
Außerdem ist es 950,- zumindest vor ein paar Wochen noch!

Gefällt mir

27. September 2008 um 4:54
In Antwort auf nora1451

Aber wenn er
noch ein Kind hat, sprich ne Familie zu ernähren hat müßte der SB doch steigen.
Außerdem ist es 950,- zumindest vor ein paar Wochen noch!

Der SB
ist in diesem Fall wohl auf ausschließlich seine Person bezogen.
Dazu kommt ja theoretisch der Bedarf für die Frau + der Bedarf fürs Kind.

Und wenn alle 3 mitgerechnet werden, wäre es nur verständlich, wenn das Einkommen der Frau auch berücksichtigt wird.

Könnte mir schon vorstellen, dass gut 2000 Euro unangetastet bleiben am Ende..
Kenne allerdings die Sätze nicht.
Diesbezüglich Jugendamt fragen.

Gefällt mir

28. September 2008 um 17:22
In Antwort auf nora1451

Aber wenn er
noch ein Kind hat, sprich ne Familie zu ernähren hat müßte der SB doch steigen.
Außerdem ist es 950,- zumindest vor ein paar Wochen noch!

Habe dir mal raus gesucht..
Finanzielle Belastungen

Auch die Unterhaltszahlungen belasten die neue Familie erheblich. Wie weit die finanziellen Verpflichtungen gehen, wie lange sie bestehen und wie sehr sie ihr ganzes Leben beeinflussen, merken die Frauen erst allmählich. Der Kindesunterhalt steht in der Regel außer Frage; den Ehegattenunterhalt betrachten viele als Schikane. Dass ihre Vorgängerin gar nicht oder nur halbtags arbeiten muss, obwohl die Kinder schon "aus dem Gröbsten raus sind", empfinden die Zweitfrauen als ungerecht - vor allem, weil sie selbst bei der Verteilung des Unterhalts auch dann nicht berücksichtigt werden, wenn sie ein jüngeres Kind mit ihrem Partner haben.

Der Unterhaltsanspruch der ersten Familie schränkt den finanziellen Spielraum der neuen Familie empfindlich ein. In der Regel reicht das Gehalt des Mannes nicht, um zwei Familien zu ernähren - der Lebensstandard sinkt drastisch. Geldsorgen führen häufig zum Streit und können eine Partnerschaft erheblich belasten. Außerdem werden die Lebensplanungen der neuen Familie durch die Unterhaltszahlungen massiv beeinflusst.

So ist die finanzielle Situation extrem unsicher: Ob und wie viel Ehegattenunterhalt der Mann zahlen muss, hängt auch von der Expartnerin und ihrem Goodwill ab. Arbeitet sie, muss er weniger oder gar nichts zahlen. Verliert sie ihren Job oder kann oder will sie aus anderen Gründen nicht mehr arbeiten, wird der Exmann zur Kasse gebeten. Größere Anschaffungen wie der Kauf eines Hauses sind nur möglich, wenn die Zweitfrau genug verdient, um sie zu finanzieren.

Auch über berufliche und persönliche Veränderungen entscheidet die Exfrau indirekt mit. Ihre Unterhaltsansprüche können einen geplanten beruflichen Neuanfang und andere Zukunftspläne des Mannes und/oder seiner neuen Partnerin erschweren oder verhindern. Denn oft ist die neue Familie auf das Einkommen der Zweitfrau angewiesen.

Ein unterhaltspflichtiger Mann muss auch dann den festgesetzten Unterhalt zahlen, wenn er eine neue, schlechter bezahlte Stelle annimmt oder sich selbständig macht (und dadurch zunächst weniger verdient). Er darf auch seine Arbeitszeit nicht ohne weiteres reduzieren oder Erziehungsurlaub nehmen, um ein Kind aus der neuen Beziehung zu betreuen.

Auch die Zweitfrau kann aus finanziellen Gründen meist nicht aufhören zu arbeiten, wenn sie ein Kind bekommt. Kinderbetreuung und Beruf sind hierzulande immer noch schwer zu vereinbaren. Und so müssen manche Zweitfrauen aus finanziellen Gründen auf eigene Kinder verzichten oder können sich nur ein Kind leisten, auch wenn sie sich eigentlich eine größere Familie gewünscht haben.

Gefällt mir

28. September 2008 um 17:25
In Antwort auf saraa33

Habe dir mal raus gesucht..
Finanzielle Belastungen

Auch die Unterhaltszahlungen belasten die neue Familie erheblich. Wie weit die finanziellen Verpflichtungen gehen, wie lange sie bestehen und wie sehr sie ihr ganzes Leben beeinflussen, merken die Frauen erst allmählich. Der Kindesunterhalt steht in der Regel außer Frage; den Ehegattenunterhalt betrachten viele als Schikane. Dass ihre Vorgängerin gar nicht oder nur halbtags arbeiten muss, obwohl die Kinder schon "aus dem Gröbsten raus sind", empfinden die Zweitfrauen als ungerecht - vor allem, weil sie selbst bei der Verteilung des Unterhalts auch dann nicht berücksichtigt werden, wenn sie ein jüngeres Kind mit ihrem Partner haben.

Der Unterhaltsanspruch der ersten Familie schränkt den finanziellen Spielraum der neuen Familie empfindlich ein. In der Regel reicht das Gehalt des Mannes nicht, um zwei Familien zu ernähren - der Lebensstandard sinkt drastisch. Geldsorgen führen häufig zum Streit und können eine Partnerschaft erheblich belasten. Außerdem werden die Lebensplanungen der neuen Familie durch die Unterhaltszahlungen massiv beeinflusst.

So ist die finanzielle Situation extrem unsicher: Ob und wie viel Ehegattenunterhalt der Mann zahlen muss, hängt auch von der Expartnerin und ihrem Goodwill ab. Arbeitet sie, muss er weniger oder gar nichts zahlen. Verliert sie ihren Job oder kann oder will sie aus anderen Gründen nicht mehr arbeiten, wird der Exmann zur Kasse gebeten. Größere Anschaffungen wie der Kauf eines Hauses sind nur möglich, wenn die Zweitfrau genug verdient, um sie zu finanzieren.

Auch über berufliche und persönliche Veränderungen entscheidet die Exfrau indirekt mit. Ihre Unterhaltsansprüche können einen geplanten beruflichen Neuanfang und andere Zukunftspläne des Mannes und/oder seiner neuen Partnerin erschweren oder verhindern. Denn oft ist die neue Familie auf das Einkommen der Zweitfrau angewiesen.

Ein unterhaltspflichtiger Mann muss auch dann den festgesetzten Unterhalt zahlen, wenn er eine neue, schlechter bezahlte Stelle annimmt oder sich selbständig macht (und dadurch zunächst weniger verdient). Er darf auch seine Arbeitszeit nicht ohne weiteres reduzieren oder Erziehungsurlaub nehmen, um ein Kind aus der neuen Beziehung zu betreuen.

Auch die Zweitfrau kann aus finanziellen Gründen meist nicht aufhören zu arbeiten, wenn sie ein Kind bekommt. Kinderbetreuung und Beruf sind hierzulande immer noch schwer zu vereinbaren. Und so müssen manche Zweitfrauen aus finanziellen Gründen auf eigene Kinder verzichten oder können sich nur ein Kind leisten, auch wenn sie sich eigentlich eine größere Familie gewünscht haben.

Und hier noch...
Zählt das Einkommen des neuen (Ehe-)Partners des Unterhaltspflichtigen bei der Ermittlung des unterhaltsrelevanten Einkommens mit?
Nein! Für die Unterhaltspflicht kommt es nur darauf an, wieviel der Unterhaltspflichtige verdient. Sein neuer Partner kann soviel verdienen wie er/sie will, der Verdienst wird nicht mitgerechnet. Der unterhaltspflichtige Vater kann daher z.B. eine reiche Frau heiraten, ohne dass sich dadurch der Kindesunterhalt erhöht.

In zwei Fällen kann es allerdings doch indirekt eine Rolle spielen, dass der neue Partner eigene Einkünfte hat:

1. Wenn der Unterhaltspflichtige weniger Unterhalt zahlt, als er eigentlich rechnerisch zahlen müsste, weil er an seine Selbstbehaltsgrenze stößt (siehe das Kapitel: "Bestimmte Beträge müssen dem Unterhaltspflichtigen verbleiben.").
Beispiel: Der Ex-Mann verdient netto 1.400,- Euro, die Ex-Frau nichts. Der Mann müsste also eigentlich 3/7 x 1400,- Euro = 600,- Euro Ehegattenunterhalt zahlen. Dann blieben ihm aber nur noch 800,- Euro übrig, und das ist weniger als sein Selbstbehalt von 890,- Euro. Es bleiben deshalb nur noch 510,- Euro übrig, die er für den Unterhalt zahlen kann. Er zahlt weniger, als er "eigentlich" zahlen müsste. Wenn dieser Ex-Mann nun eine Frau heiratet, die selbst ein normales Einkommen hat, dann kann man den Selbstbehalt des Ex-Mannes reduzieren. Da der Selbstbehalt die eigenen notwendigen Lebenshaltungskosten des Unterhaltspflichtigen sichern soll, diese Lebenshaltungskosten beim Zusammenleben mit einem neuen Partner aber u.U. geringer sind, weil der neue Partner selbst verdient und z.B. sich an der Miete beteiligt, ist in diesem Fall der Selbstbehalt niedriger anzusetzen. Die Rechtsprechung mindert den Selbstbehalt in diesen Fällen um 25%, also auf ca. 670,- Euro. Für unseren Beispielsfall bedeutet das: der Ehemann hat nur noch einen Selbstbehalt von 670,- Euro, kann also jetzt den vollen Unterhalt i.H.v. 600,- Euro zahlen. Der Ex-Mann muss also infolge der Heirat nicht mehr zahlen, als er ohnehin zahlen müsste, es ist ihm aber nun möglich, diesen Betrag, den er ohnehin eigentlich zahlen müsste, auch wirklich zu zahlen.

Diese Herabsetzung des Selbstbehalts kommt aber nur in Betracht, wenn der neue Partner tatsächlich eigene Einkünfte hat. Arbeitet er z.B. nur halbtags, so dürfte nur eine Herabsetzung des Selbstbehalts um 10% - 15% in Betracht kommen. Im Einzelnen kommt es auch darauf an, wieviel der neue Partner verdient und wie stark er sich deshalb an den gemeinsamen Lebenshaltungskosten beteiligt.

2. Wenn der Unterhaltspflichtige kein eigenes Einkommen hat, der neue Ehepartner aber in sehr guten wirtschaftlichen Verhältnissen lebt.
Beispiel: die Ex-Ehefrau ist unterhaltspflichtig, kann aber wegen eines kleinen Kindes nicht arbeiten. Der Ehemann verdient weit überdurchschnittlich. In diesem Fall schuldet der Ehemann seiner Frau Taschengeld, welches für die Frau Einkommen ist, das sei für Unterhaltszwecke einsetzen muss. Es versteht sich, dass diese Fall eine Ausnahme darstellt, der nur in wirklich sehr guten wirtschaftlichen Verhältnissen vorkommt.

Gefällt mir

28. September 2008 um 21:31
In Antwort auf saraa33

Habe dir mal raus gesucht..
Finanzielle Belastungen

Auch die Unterhaltszahlungen belasten die neue Familie erheblich. Wie weit die finanziellen Verpflichtungen gehen, wie lange sie bestehen und wie sehr sie ihr ganzes Leben beeinflussen, merken die Frauen erst allmählich. Der Kindesunterhalt steht in der Regel außer Frage; den Ehegattenunterhalt betrachten viele als Schikane. Dass ihre Vorgängerin gar nicht oder nur halbtags arbeiten muss, obwohl die Kinder schon "aus dem Gröbsten raus sind", empfinden die Zweitfrauen als ungerecht - vor allem, weil sie selbst bei der Verteilung des Unterhalts auch dann nicht berücksichtigt werden, wenn sie ein jüngeres Kind mit ihrem Partner haben.

Der Unterhaltsanspruch der ersten Familie schränkt den finanziellen Spielraum der neuen Familie empfindlich ein. In der Regel reicht das Gehalt des Mannes nicht, um zwei Familien zu ernähren - der Lebensstandard sinkt drastisch. Geldsorgen führen häufig zum Streit und können eine Partnerschaft erheblich belasten. Außerdem werden die Lebensplanungen der neuen Familie durch die Unterhaltszahlungen massiv beeinflusst.

So ist die finanzielle Situation extrem unsicher: Ob und wie viel Ehegattenunterhalt der Mann zahlen muss, hängt auch von der Expartnerin und ihrem Goodwill ab. Arbeitet sie, muss er weniger oder gar nichts zahlen. Verliert sie ihren Job oder kann oder will sie aus anderen Gründen nicht mehr arbeiten, wird der Exmann zur Kasse gebeten. Größere Anschaffungen wie der Kauf eines Hauses sind nur möglich, wenn die Zweitfrau genug verdient, um sie zu finanzieren.

Auch über berufliche und persönliche Veränderungen entscheidet die Exfrau indirekt mit. Ihre Unterhaltsansprüche können einen geplanten beruflichen Neuanfang und andere Zukunftspläne des Mannes und/oder seiner neuen Partnerin erschweren oder verhindern. Denn oft ist die neue Familie auf das Einkommen der Zweitfrau angewiesen.

Ein unterhaltspflichtiger Mann muss auch dann den festgesetzten Unterhalt zahlen, wenn er eine neue, schlechter bezahlte Stelle annimmt oder sich selbständig macht (und dadurch zunächst weniger verdient). Er darf auch seine Arbeitszeit nicht ohne weiteres reduzieren oder Erziehungsurlaub nehmen, um ein Kind aus der neuen Beziehung zu betreuen.

Auch die Zweitfrau kann aus finanziellen Gründen meist nicht aufhören zu arbeiten, wenn sie ein Kind bekommt. Kinderbetreuung und Beruf sind hierzulande immer noch schwer zu vereinbaren. Und so müssen manche Zweitfrauen aus finanziellen Gründen auf eigene Kinder verzichten oder können sich nur ein Kind leisten, auch wenn sie sich eigentlich eine größere Familie gewünscht haben.

Danke!
Sehr interessanter Bericht. Also wird das Einkommen der neuen Partnerin doch nicht angerechnet (außer Ausnahmen),
Nach solchen Berichten danke ich dem Herrn dass ich kein Mann bin!

Das beste ist ja das mit dem Goodwill.... und dass sie nichts muß, auch nicht wenn die Kinder aus dem gröbsten raus sind!!
Arme Männer, nur geboren um für andere zu schufften....

2 LikesGefällt mir

29. September 2008 um 3:04
In Antwort auf saraa33

Habe dir mal raus gesucht..
Finanzielle Belastungen

Auch die Unterhaltszahlungen belasten die neue Familie erheblich. Wie weit die finanziellen Verpflichtungen gehen, wie lange sie bestehen und wie sehr sie ihr ganzes Leben beeinflussen, merken die Frauen erst allmählich. Der Kindesunterhalt steht in der Regel außer Frage; den Ehegattenunterhalt betrachten viele als Schikane. Dass ihre Vorgängerin gar nicht oder nur halbtags arbeiten muss, obwohl die Kinder schon "aus dem Gröbsten raus sind", empfinden die Zweitfrauen als ungerecht - vor allem, weil sie selbst bei der Verteilung des Unterhalts auch dann nicht berücksichtigt werden, wenn sie ein jüngeres Kind mit ihrem Partner haben.

Der Unterhaltsanspruch der ersten Familie schränkt den finanziellen Spielraum der neuen Familie empfindlich ein. In der Regel reicht das Gehalt des Mannes nicht, um zwei Familien zu ernähren - der Lebensstandard sinkt drastisch. Geldsorgen führen häufig zum Streit und können eine Partnerschaft erheblich belasten. Außerdem werden die Lebensplanungen der neuen Familie durch die Unterhaltszahlungen massiv beeinflusst.

So ist die finanzielle Situation extrem unsicher: Ob und wie viel Ehegattenunterhalt der Mann zahlen muss, hängt auch von der Expartnerin und ihrem Goodwill ab. Arbeitet sie, muss er weniger oder gar nichts zahlen. Verliert sie ihren Job oder kann oder will sie aus anderen Gründen nicht mehr arbeiten, wird der Exmann zur Kasse gebeten. Größere Anschaffungen wie der Kauf eines Hauses sind nur möglich, wenn die Zweitfrau genug verdient, um sie zu finanzieren.

Auch über berufliche und persönliche Veränderungen entscheidet die Exfrau indirekt mit. Ihre Unterhaltsansprüche können einen geplanten beruflichen Neuanfang und andere Zukunftspläne des Mannes und/oder seiner neuen Partnerin erschweren oder verhindern. Denn oft ist die neue Familie auf das Einkommen der Zweitfrau angewiesen.

Ein unterhaltspflichtiger Mann muss auch dann den festgesetzten Unterhalt zahlen, wenn er eine neue, schlechter bezahlte Stelle annimmt oder sich selbständig macht (und dadurch zunächst weniger verdient). Er darf auch seine Arbeitszeit nicht ohne weiteres reduzieren oder Erziehungsurlaub nehmen, um ein Kind aus der neuen Beziehung zu betreuen.

Auch die Zweitfrau kann aus finanziellen Gründen meist nicht aufhören zu arbeiten, wenn sie ein Kind bekommt. Kinderbetreuung und Beruf sind hierzulande immer noch schwer zu vereinbaren. Und so müssen manche Zweitfrauen aus finanziellen Gründen auf eigene Kinder verzichten oder können sich nur ein Kind leisten, auch wenn sie sich eigentlich eine größere Familie gewünscht haben.

Also...
mein Freund muss keinen Unterhalt an seine ex bezahlen,nur ans Kind. Hab ich das dann so richtig Verstanden,dass mein Lohn nicht angerechnet wird???und wenn wir dann ein gemeinsames Kind haben,das sein sb sinkt,also,dass er dann vielleicht weniger bezahlen muss???lg

Gefällt mir

Frühere Diskussionen

Beliebte Diskussionen

Noch mehr Inspiration?
pinterest

Hydro Boost

Teilen

Das könnte dir auch gefallen