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Wohngeld beantragen.. erfahrungen?

9. April 2012 um 11:22

Ich bin 17 Jahre alt, ich lebe mit meiner Mutter allein sie bezieht Hartz 4, aber sie ist psychisch an schizophrenie erkrankt und bekennt sich nicht zu ihrer krankheit.. ich habs nichtmehr ausgehalten und bin zu meiner Oma die in der selben stadt wohnt, aber das ist nicht gesetzlich festgeschrieben sondern ich hab einfach meine koffer gepackt und bin hierher.. meine Oma hatte einen Schlaganfall vor mehreren Jahren und ist seidem arbeitsunfähig sie bezieht auch sozialhilfen und frührenten.

Ich werde im November 18 und bis dahin sollte ich was eigenes haben aber ich gehe noch zur schule und werde nächstes schuljahr das berufskolleg besuchen da ist kein platz für einen job

Und da meine mutter wegen ihrer krankheit sich immer komisch verhält schon seit ich klein bin und mir nie genaue antworten geben konnte, meine oma kein deutsch kann und sich sogut wie gar nicht mit deutscher bürokratie auskennt und ich beim arbeitsamt einfach keinen termin ergattern kann, habe ich kaum informationen über den verdienst eines hartz 4 kindes oder mit der wohngeld beantragung..

ich hab ein bisschen gegoogelt und ich werd einfach nicht schlau aus dem ganzen ergebnissen überall steht was anderes und meine familiäre situation macht es mir auch schwer klar zu denken, ich bin völlig verzweifelt ich hab nur ein paar fragen und hoffe auf antworten die ich verstehen kann :/

1.) Wenn ich wohngeld beantragen will, muss ich davor schon eine wohnung in sicht haben oder wird mir bei der beratungsstelle eine zugestellt oder wie ist das?

2.) Bekomme ich soviel wohngeld das ich mir auch den einkauf von Lebensmitteln und Kosmetik dazu leisten kann?

3.) Wie wäre das wenn ich nebenjobben gehe? Werde ich noch was mit dem Hartz 4 zu schaffen haben und dementsprechend wenig verdienen und der rest wird ins wohngeld einfließen oder anders?

Vielen dank schonmal im vorraus.. !

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11. April 2012 um 7:04

Gehen ...
... Sie zu einer Beratungsstelle der Diakonie / Caritas. Und zum Jugendamt.

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25. April 2012 um 13:48

Alsoo..
Als erste geh zum Jugendamt und schilder denen die Situation (dramatisier es ein wenig wie schlecht es dir geht) und erkläre wieso du nicht mehr zh wohnen bleiben kannst.
Danach musst du - weil du ja kein eigenes Einkommen hast, zum Sozialamt und einen Antrag auf Hartz4 stellen. Was anderes wirst du auch wahrscheinlich nicht bekommen.
Du musst dann, wenn du das OK für Hartz4 hast dir eine Wohnung suchen, die den Hartz Kriterien entspricht. Also nicht mehr als 220 Kaltmiete, wobei das auch regional unterschiedlich sein kann. Bevor du den Mietvertrag unterschreibst dackel wieder zu deinem Sachbearbeiter, leg ihm das Angebot der Wohnung vor und lass es absegnen.
Da du ja vermutlich nicht genug Möbel für eine Wohnung hast, kannst du einen Antrag auf Erstausstattung stellen. Du bekommst dann die wichtigsten Möbelstücke die man zum Leben braucht und die "Gesellschaftlicher Standard" sind. Vermutlich wirst du dann einen Einkaufsgutschein für ein Sozialkaufhaus. Ich hab es allerdings durchgeboxt bekommen dass ich die Geldpauschale ausgezahlt bekommen habe, da ich damit argumentiert habe dass die Möbel (von Ikea) neu und billiger sind als aus dem Kaufhaus. War ein ziemlicher Kampf aber selbst meine Sachbearbeiterin fands gut dass ich das durchgekriegt hab.
Zu dem Geld:
Da du noch nie gearbeitet hast wirst du den Grundsatz bekommen den man zum ÜBERleben braucht. Knapp 200 sind das bei mir plus 160 Kindergeld. Davon gehen fast 90 für Strom und Gas weg. Eigentlich ist es immer so dass ich am Monatsende plus minus 0 aufm Konto habe. Das Geld reicht jedoch (wenn du gut überlegt damit umgehst) für alles wichtige was du so brauchst. Und mit wichtig meine ich Essen, Trinken, Hygieneartikel usw. Alles andere musst du dir gut überlegen. Shoppen ist dann nicht mehr drin.
Wenn du nebenbei arbeiten möchtest dann musst du darauf achten dass du nicht über 100 kommst, denn alles was du über 100 verdienst wird mit dem Hartz4 verrechnet und du arbeitest quasi auf 400 Basis, bekommst aber nur 100.

Ich wünsch dir viel Glück und mach dich auf eine stressige, nervenaufreibende Zeit gefasst!

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