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Wohnungskauf - nachträglich Mängel festgestellt!! Und jetzt?? Bitte Hilfe!!

13. März 2007 um 9:07

Hallo zusammen,

wir haben uns letzten November einen Wohnung gekauft. Vorher besichtigt und uns mit den Voreigentümern auch schnell geeinigt, war alles super.
Einzugstermin und Übergabe war der 1.3.07. Wohnung nochmals abgelaufen - alles in Ordnung. In der Wohnung ist eine "hochwertige Einbauküche" im Wert von 8.000 Euro im Preis enthalten gewesen.

So. 2 Tage nach Umzug kommt mir die innere Glasplatte der Backofentür entgegen. Geklebt an den Seiten notdürftig mit beidseitiger Klebefolie. Voreigentümer angerufen - jaja, da hätte er mal was nachgeklebt, weil die Platte rausgerutscht ist. Man könnte die aber wieder reinkleben, das würde eine Weile halten. Oder die Platte ganz weglassen. :-[
Backofentür zum Kundendienst gebracht, fachmännisch wieder in Ordnung bringen lassen. 67 Euro Kosten.

10 Tage nach Umzug - Spülmaschine läuft aus, halbe Küche unter Wasser. Sauerei aufgewischt, Kundendienst bestellt. Urteil heute morgen: Spülmaschine ist schrott, Reparatur nicht mehr möglich. Da wäre mal was nachgelötet worden, weil etwas undicht war. Natürlich wieder nicht fachmännisch. Durch die notdürftige falsche Lötweise ist weiter Wasser nach unten in den Motor der Maschine getropft. Konsequenz: Motor kaputt und alles durchgerostet, nichts mehr zu machen.
Kosten gleichwertige Siemens-Maschine: ca. 500 Euro.:-[
Kosten Kundendienst: 45 Euro.

Oh mann, ich weiß nicht mehr was noch kommt. Die Wohnung ist nach wie vor toll und wir fühlen uns wohl dort. Aber es sind außer den beiden Sachen noch ein paar Kleinigkeiten (kaputte Dichtungen an Fenstern, Klospülungs-Stopp ging nicht richtig, haben wir aber repariert). Darauf will ich zwar nicht rumreiten aber es summiert sich langsam. Der Eigentümer hat nichts davon gesagt, dass er mal was in der Küche repariert hat oder etwas kaputt war. Hätte er nichts dazu sagen müssen?? Kann man ihn irgendwie noch zur Verantwortung ziehen, zumindest dass er einen Teil der Kosten zahlen muss? Es ärgert mich so, dass alles im Nachhinein erkennbar ist. Bei Übergabe hat man solche Dinge nicht sehen können.

Meint ihr da kann man noch was machen?

Danke schon mal für eure Hilfe!

Lg
Brunch

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13. März 2007 um 10:24

Hmm
Ich kenne mich mit sowas nicht wirklich aus, aber wenn das so ähnlich ist wie bei Autokäufen z.B. ... ???

Dann ist der Verkäufer schon noch haftbar. Kommt wahrscheinlich auch drauf an was im Kaufvertrag steht. Sind da irgenwelche Mängel aufgelistet????

Um einen Anwalt werdet ihr wohl nicht rumkommen wenn ihr Geld vom Verkäufer zurückfordern wollt.

LG
Kuke

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13. März 2007 um 16:18

Hallo
Wenn Ihr einen Wohnung gekauft habt, muss es ja einen notariellen Vertrag geben. Gibt es da irgendwelche Klauseln wegen möglicher Mängel? Z.B. einen Gewährleistungsausschluss, der regelmäßig vereinbart wird? Dann hättet Ihr nämlich schlechte Karten.
Gibt es keinen Gewährleistungsausschluss haftet der Verkäufer grundsätzlich wie bei jeder anderen Kaufsache auch für verdeckte Mängel an der Kaufsache.

Ausnahmen vom Gewährleistungsausschluss wären dann gegeben, wenn der Verkäufer bestehende Mängel arglistig verschwiegen hätte. Ob dies bei von ihm durchgeführten Reparaturen gegeben ist, wage ich zu bezweifeln.

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13. März 2007 um 19:47

Ich würde sagen...
...dass wenn diese Mängel dem Verkäufer bekannt waren, dann heißt es glaub ich arglistige Täuschung, d. h., dass er euch die Mängel verschwiegen hat und somit der Vertrag unwirksam geworden ist. Er müsse also für den Schaden aufkommen.

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